Endfällige Tilgung

Endfällige Tilgung – Nur Zinsen zahlen, am Ende alles zurück

Bei einem endfälligen Darlehen (auch Fälligkeitsdarlehen) zahlt der Kreditnehmer während der gesamten Laufzeit nur die Zinsen. Die vollständige Tilgung erfolgt in einer Summe am Ende der Laufzeit. Um den Rückzahlungsbetrag anzusparen, wird häufig parallel ein Tilgungsträger wie eine Lebensversicherung, ein Bausparvertrag oder ein Fondssparplan bespart.

Warum ist das wichtig?

Endfällige Darlehen können für Kapitalanleger steuerlich vorteilhaft sein, weil die Schuldzinsen über die gesamte Laufzeit konstant hoch bleiben und als Werbungskosten absetzbar sind. Bei einem Annuitätendarlehen sinkt der Zinsanteil mit jeder Tilgungsrate. Allerdings sind die Gesamtzinskosten eines endfälligen Darlehens erheblich höher, da die volle Summe über die gesamte Laufzeit verzinst wird. Zudem besteht das Risiko, dass der Tilgungsträger am Ende weniger Ertrag liefert als geplant.

Beispiel: Darlehen 200.000 Euro, Zinssatz 3,5 %, Laufzeit 15 Jahre. Endfällig: monatliche Zinsen 583 Euro, Gesamtzinsen 104.940 Euro. Annuitätendarlehen (3 % Tilgung): monatliche Rate 1.083 Euro, Gesamtzinsen 73.800 Euro. Die endfällige Variante kostet 31.140 Euro mehr Zinsen – nur teilweise durch Steuervorteile kompensiert.

Praxis-Tipp

Wählen Sie ein endfälliges Darlehen nur, wenn Sie einen konkreten steuerlichen Vorteil nachweisen können und der Tilgungsträger eine sichere Rendite bietet. Lassen Sie sich die Gesamtkosten beider Varianten (endfällig vs. annuitätisch) von Ihrer Bank gegenüberstellen. Vermeiden Sie endfällige Darlehen für selbstgenutzte Immobilien – hier gibt es keinen steuerlichen Nutzen.

Vergleichen Sie Tilgungsmodelle mit dem Tilgungsplan-Rechner.