Kaufnebenkosten berechnen: Alle Kosten beim Immobilienkauf auf einen Blick
Wer eine Immobilie kauft, zahlt mehr als nur den Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten machen je nach Bundesland zwischen 9 und 15 Prozent des Kaufpreises aus – bei einer Wohnung für 250.000 Euro sind das schnell 25.000 bis 37.000 Euro zusätzlich. Umso wichtiger ist es, diese Kosten frühzeitig zu kennen.
Welche Kaufnebenkosten fallen an?
Die Nebenkosten beim Immobilienkauf setzen sich aus vier Hauptposten zusammen:
- Grunderwerbsteuer: Je nach Bundesland zwischen 3,5 % (Bayern, Sachsen) und 6,5 % (Brandenburg, NRW, Schleswig-Holstein, Thüringen). Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten unter den Nebenkosten.
- Notarkosten: Rund 1,5 % des Kaufpreises. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und ist gesetzlich vorgeschrieben.
- Grundbuchkosten: Etwa 0,5 % des Kaufpreises für die Eintragung des neuen Eigentümers und der Grundschuld.
- Maklerprovision: Zwischen 3,57 % und 7,14 % je nach Bundesland und Vereinbarung. Seit 2020 gilt für Wohnimmobilien die Teilung zwischen Käufer und Verkäufer.
Einen schnellen Überblick über alle anfallenden Kosten gibt der kostenlose Kaufnebenkosten Rechner. In wenigen Sekunden sehen Sie die exakte Aufschlüsselung für Ihr Bundesland.
Kaufnebenkosten nach Bundesland
Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind erheblich. Während Käufer in Bayern mit rund 9 % Nebenkosten rechnen können, sind es in Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen über 14 %. Wer flexibel beim Standort ist, kann durch die richtige Wahl des Bundeslandes tausende Euro sparen.

Den exakten Steuerbetrag für Ihr Bundesland ermitteln Sie mit dem Grunderwerbsteuer Rechner.
Kaufnebenkosten finanzieren oder bar zahlen?
Die meisten Banken verlangen, dass Käufer die Kaufnebenkosten aus Eigenmitteln bezahlen. Das bedeutet: Zusätzlich zum Eigenkapitalanteil am Kaufpreis müssen die Nebenkosten als Barmittel vorhanden sein. Einige wenige Banken bieten eine 110-Prozent-Finanzierung an, die auch Nebenkosten abdeckt – allerdings zu deutlich schlechteren Konditionen.
Wie viel Eigenkapital Sie insgesamt brauchen, berechnen Sie mit dem Eigenkapital Rechner.
Tipps zur Reduzierung der Kaufnebenkosten
- Inventar separat ausweisen: Einbauküche, Möbel oder Markisen können im Kaufvertrag separat aufgeführt werden. Auf diesen Anteil fällt keine Grunderwerbsteuer an.
- Maklerprovision verhandeln: Gerade bei hochpreisigen Objekten lässt sich oft eine geringere Provision vereinbaren.
- Bundesland vergleichen: Bei Grenzlagen kann der Kauf im Nachbar-Bundesland günstiger sein.
- Notarkosten prüfen: Der Notar rechnet nach Gebührenordnung ab – Spielraum gibt es bei Zusatzleistungen.
Mit einer sorgfältigen Planung und den richtigen Rechnern behalten Sie alle Kosten im Griff. Die genauen Kosten für den Makler ermitteln Sie bequem mit dem Maklerprovision Rechner.
Unser Fazit
Der Immobilienmarkt belohnt gut vorbereitete Käufer. Wer Kaufnebenkosten, Finanzierung und Rendite vorab realistisch durchrechnet, vermeidet böse Überraschungen und schafft die Grundlage für langfristigen Vermögensaufbau.




