Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert gibt den durchschnittlichen Lagewert des Bodens pro Quadratmeter in einer bestimmten Zone an. Er wird von den Gutachterausschüssen der Gemeinden alle zwei Jahre auf Basis tatsächlicher Kaufpreise ermittelt.
Ermittlung
Die Gutachterausschüsse sammeln alle Kaufverträge (die ihnen von den Notaren übermittelt werden) und bilden Durchschnittswerte für vergleichbare Lagen. Die Ergebnisse werden als Bodenrichtwertkarte veröffentlicht.
Bedeutung
- Grundsteuer: Der Bodenrichtwert ist Basis für die neue Grundsteuer-Berechnung
- Immobilienbewertung: Wichtige Kennzahl für Ertragswert- und Sachwertverfahren
- Erbschaft/Schenkung: Finanzämter nutzen ihn zur Bewertung
- Kaufpreisfindung: Orientierung für Käufer und Verkäufer

Hinweis: Ein Energieausweis ist bei Verkauf und Vermietung Pflicht. Fehlt er bei der Besichtigung, drohen Bußgelder bis zu 15.000 €.
Ein oft übersehener Aspekt: Die Lage bestimmt nicht nur den heutigen Wert, sondern auch das Wertsteigerungspotenzial. Infrastrukturprojekte wie neue U-Bahn-Linien oder Gewerbeparks können die Preise in einem Viertel innerhalb weniger Jahre deutlich steigern.
Einsehbar über BORIS (Bodenrichtwertinformationssystem) der jeweiligen Bundesländer, teilweise kostenlos.
Tipp: Die steuerliche AfA ist einer der größten Hebel für Kapitalanleger. Bei Neubauten können Sie 3 % des Gebäudewerts jährlich abschreiben.
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