Immobilienfonds
Immobilienfonds – Immobilien im Fondsmantel
Immobilienfonds bündeln Kapital vieler Anleger, um in Immobilien zu investieren. Man unterscheidet offene Immobilienfonds (OIF), die börsentäglich Anteile ausgeben und zurücknehmen, und geschlossene Immobilienfonds (AIF), bei denen Anleger über die gesamte Laufzeit gebunden sind. Offene Fonds investieren breit gestreut in zahlreiche Objekte, geschlossene oft in einzelne Projekte.
Warum ist das wichtig?
Offene Immobilienfonds ermöglichen Kleinanlegern den Zugang zum Immobilienmarkt ab 25 Euro monatlich im Sparplan. Sie erzielen historisch Renditen von 2 bis 4 Prozent jährlich bei moderatem Risiko. Seit 2013 gilt eine Mindesthaltedauer von 24 Monaten und eine Kündigungsfrist von 12 Monaten. In der Finanzkrise 2008/2009 mussten mehrere offene Immobilienfonds geschlossen und abgewickelt werden – ein Risiko, das vielen Anlegern nicht bewusst war.
Beispiel: Ein Angestellter investiert monatlich 200 Euro in einen offenen Immobilienfonds, der europaweit in Büro- und Einzelhandelsimmobilien investiert. Nach 10 Jahren hat er 24.000 Euro eingezahlt. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 3,2 % jährlich beträgt sein Guthaben rund 28.200 Euro. Im Vergleich: Eine direkte Immobilienanlage hätte höhere Rendite, aber auch deutlich mehr Eigenkapital und Engagement erfordert.
Praxis-Tipp
Offene Immobilienfonds eignen sich als Beimischung für konservative Portfolios, nicht als alleinige Immobilienanlage. Achten Sie auf die Vermietungsquote (über 95 % ist gut), die Kostenquote und die geografische Streuung. Nutzen Sie den Steuervorteil: 60 Prozent der Erträge aus Immobilienfonds mit Schwerpunkt Deutschland sind teilfreigestellt.
Vergleichen Sie Immobilienrenditen mit dem Bruttorendite-Rechner.



