Hausgeld Eigentumswohnung: Was es kostet und wie Sie es berechnen
Das Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung, die jeder Eigentümer einer Eigentumswohnung an die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zahlt. Es deckt die laufenden Kosten des Gemeinschaftseigentums und ist ein wichtiger Faktor bei der Kalkulation einer Eigentumswohnung – egal ob zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage.
Was ist im Hausgeld enthalten?
- Betriebskosten (umlagefähig): Müllabfuhr, Wasser, Gebäudeversicherung, Hausmeister, Treppenhausreinigung, Gartenpflege, Aufzugwartung
- Verwaltungskosten: Vergütung der Hausverwaltung (20–35 Euro/Einheit/Monat)
- Instandhaltungsrücklage: Pflicht-Rücklage für Reparaturen und Sanierungen
Das monatliche Hausgeld für Ihre Eigentumswohnung berechnen Sie mit dem Hausgeld Rechner.
Wie hoch ist das Hausgeld?
Als Faustregel gilt: 3 bis 5 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche pro Monat. Eine 80-m²-Wohnung kostet also zwischen 240 und 400 Euro Hausgeld monatlich. Die Höhe hängt ab von:

- Alter und Zustand des Gebäudes
- Vorhandensein eines Aufzugs
- Größe der Wohnanlage
- Umfang der Gemeinschaftsflächen (Garten, Tiefgarage, Pool)
- Höhe der Instandhaltungsrücklage
Hausgeld und Rendite
Für Kapitalanleger ist das Hausgeld besonders wichtig: Der nicht umlagefähige Teil (Verwaltungskosten und Instandhaltungsrücklage) geht direkt von der Rendite ab. Bei hohem Hausgeld kann die Nettorendite deutlich unter der Bruttorendite liegen.
Die tatsächliche Rendite nach allen Kosten zeigt der Nettorendite Rechner.
Beispielrechnung: Tilgung vs. Laufzeit
Darlehen: 200.000 €, Zinssatz: 3,5 %. Bei 1 % Tilgung beträgt die Laufzeit ca. 46 Jahre. Bei 2 % nur noch 28 Jahre. Bei 3 % sogar nur 21 Jahre. Die monatliche Mehrbelastung zwischen 1 % und 3 % Tilgung: nur 333 €, aber Sie sparen über 100.000 € Zinsen.
Hausgeld prüfen vor dem Kauf
Vor dem Kauf einer Eigentumswohnung sollten Sie diese Unterlagen anfordern:
- Wirtschaftsplan: Aufstellung aller geplanten Einnahmen und Ausgaben
- Hausgeldabrechnung: Tatsächliche Kosten der letzten 2–3 Jahre
- Höhe der Instandhaltungsrücklage: Ist genug angespart? Stehen größere Sanierungen an?
- Protokolle der Eigentümerversammlung: Beschlossene oder geplante Sonderumlagen?
Die empfohlene Instandhaltungsrücklage berechnen Sie mit dem Instandhaltungsrücklage Rechner.


