Immobilien Aachen: Kaufen, Preise & Rendite
Immobilienmarkt Aachen – Überblick
Datengrundlage: Q4 2025 / Q1 2026 · Angaben ohne Gewähr
Aachen, die westlichste Großstadt Deutschlands, ist weit mehr als Karlsquelle und Printen. Die RWTH Aachen, eine der renommiertesten technischen Universitäten Europas, prägt das Stadtbild und den Immobilienmarkt maßgeblich. Rund 60.000 Studierende und tausende Beschäftigte in Forschung und Hightech-Industrie erzeugen eine enorme Nachfrage nach Wohnraum.
Die Kaufpreise bewegen sich zwischen 3.000 und 3.800 €/m², in Spitzenlagen wie dem Frankenberger Viertel auch darüber. Nordrhein-Westfalen erhebt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 %, die höchste in Deutschland. Die wirtschaftliche Basis bilden neben der RWTH das Universitätsklinikum, Forschungszentren (Forschungszentrum Jülich, Fraunhofer-Institute) sowie ein florierendes Start-up-Ökosystem rund um den RWTH Aachen Campus.
Immobilien kaufen ist hier kein Selbstläufer. Aber wer die richtigen Ecken kennt, findet noch faire Angebote.
Die Grenzlage zu Belgien und den Niederlanden ist ein Alleinstellungsmerkmal: Aachener profitieren von niederländischen Supermärkten, belgischer Kultur und der Euroregio als Arbeitsmarkt. Der Thalys verbindet Aachen direkt mit Brüssel und Paris.
Kaufnebenkosten in Aachen
Ein Wohnungskauf in Aachen für 320.000 € wird durch die hohe NRW-Grunderwerbsteuer von 6,5 % belastet – das sind 20.800 €. Notar- und Grundbuchkosten betragen zusammen etwa 8.000 € (2,5 %). Bei einer Maklerprovision von 3,57 % kommen 11.424 € hinzu. Insgesamt fallen rund 40.224 € Kaufnebenkosten an, satte 12,57 % des Kaufpreises. Berechnen Sie die genauen Zahlen mit dem Kaufnebenkosten-Rechner.
Beliebte Stadtteile in Aachen
Frankenberger Viertel: Das Frankenberger Viertel ist Aachens beliebteste Wohnlage und gleichzeitig Ausgehmeile. Zwischen Pontstraße und Frankenberger Park reihen sich Gründerzeithäuser mit hohen Decken und Stuckfassaden aneinander. Das Viertel ist fest in studentischer und akademischer Hand – wer hier kauft, hat nie Leerstand.
Burtscheid: Das Kurviertel im Süden Aachens besticht durch seine Thermalquellen, den Kurpark und eine gehobene Wohnatmosphäre. Die Villen und Mehrfamilienhäuser aus der Kaiserzeit wurden größtenteils aufwendig saniert. Burtscheid vereint urbanes Leben mit einer gewissen Ruhe.
Laurensberg: Am westlichen Stadtrand gelegen, grenzt Laurensberg unmittelbar an die Niederlande. Einfamilienhäuser dominieren das Bild, die Atmosphäre ist vorstädtisch-grün. Der RWTH Campus Melaten mit seinen Forschungsinstituten liegt nur wenige Minuten entfernt.
Pontviertel: Rund um Aachens berühmte Kneipenstraße erstreckt sich ein lebhaftes Quartier, das Tag und Nacht pulsiert. Für Kapitalanleger sind die kleinen Apartments ideal – die Nachfrage durch Studierende ist praktisch grenzenlos, die Fluktuation allerdings hoch.
Brand: Der südöstliche Stadtteil Brand bietet ein eigenständiges Zentrum mit guter Nahversorgung, Schulen und Sportvereinen. Die Mischung aus Nachkriegsbauten und Neubauprojekten hält die Preise auf moderatem Niveau, während die Busanbindung ins Zentrum zuverlässig funktioniert.
Richterich: Der nördlichste Stadtteil Aachens besticht durch seine dörfliche Struktur mit Fachwerkhäusern und Bauernhöfen. Neubauprojekte entstehen vor allem am Ortsrand, die Nachfrage von Familien ist groß. Der Grenzübergang in die Niederlande liegt fußläufig.
Rendite-Check für Aachen
Eine 55-m²-Wohnung im Frankenberger Viertel kostet aktuell rund 192.500 €. Die starke studentische Nachfrage ermöglicht Kaltmieten von 11,00 €/m², also 605 € monatlich bzw. 7.260 € im Jahr. Die Bruttomietrendite beläuft sich auf 3,77 %. Nach Abzug der Bewirtschaftungskosten verbleibt eine Nettomietrendite von rund 2,9–3,2 %. Die hohe Nachfragesicherheit kompensiert die etwas geringere Rendite. Kalkulieren Sie Ihre Rendite mit dem Nettorendite-Rechner.
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Finanzierung in Aachen
Aachens Preisniveau liegt im oberen Mittelfeld. Bei einem Kaufpreis von 320.000 € und 20 % Eigenkapital (64.000 €) plus Nebenkosten aus eigener Tasche (ca. 40.000 €) benötigen Sie ein Darlehen über 256.000 €. Bei 3,5 % Zins und 2 % Tilgung ergibt sich eine monatliche Belastung von 1.173 €. Angesichts der hohen Kaufnebenkosten in NRW ist eine solide Eigenkapitalbasis besonders wichtig. Testen Sie Ihre Finanzierbarkeit mit dem Eigenkapitalrechner.
Fazit: Lohnt sich der Kauf in Aachen?
Aachen ist ein Immobilienstandort mit eingebautem Nachfragesicherheitsnetz: Die RWTH garantiert einen stetigen Strom an Mietinteressenten. Die hohe Grunderwerbsteuer in NRW drückt zwar auf die Anfangsrendite, doch langfristig profitieren Eigentümer von stabilen Wertzuwächsen und minimaler Leerstandsgefahr. Besonders für Buy-and-Hold-Investoren eine sichere Wahl.

