Immobilien Erfurt: Kaufen, Preise & Rendite
Immobilienmarkt Erfurt – Überblick
Marktdaten zuletzt aktualisiert: Frühjahr 2026
Als Landeshauptstadt Thüringens und mit über 215.000 Einwohnern größte Stadt des Freistaats nimmt Erfurt eine Schlüsselrolle im mitteldeutschen Immobilienmarkt ein. Die historische Altstadt mit dem berühmten Dom und der Krämerbrücke, die zentrale Lage in Deutschland sowie die Ansiedlung moderner Logistik- und Technologieunternehmen treiben die Nachfrage nach Wohnraum stetig voran.
Die Kaufpreise für Wohnungen liegen in Erfurt durchschnittlich zwischen 2.200 und 2.900 €/m². Sanierte Altbauwohnungen im Zentrum oder im Brühl können auch 3.200 €/m² und mehr erreichen. Die Grunderwerbsteuer in Thüringen beträgt moderate 5,0 %, was Erfurt gegenüber vielen westdeutschen Standorten einen Kostenvorteil verschafft. Wirtschaftstreiber sind der ICE-Knoten (Erfurt liegt am Schnittpunkt der Hochgeschwindigkeitsstrecken Berlin–München und Frankfurt–Dresden), die Universität Erfurt, die Fachhochschule sowie Unternehmen wie Zalando (Logistikzentrum), die Stadtwerke und zahlreiche Landesbehörden.
Ob Eigennutz oder Kapitalanlage – diese Stadt hat für beide Käufertypen etwas zu bieten.
Die Bevölkerung wächst seit Jahren moderat, insbesondere durch Zuzug junger Familien und Berufstätiger, die Erfurts gute Lebensqualität bei vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten schätzen. Der Immobilienmarkt zeigt sich resilient, selbst in konjunkturellen Schwächephasen.
Kaufnebenkosten in Erfurt
Für eine Eigentumswohnung zum Preis von 230.000 € in Erfurt fallen folgende Nebenkosten an: Die thüringische Grunderwerbsteuer von 5,0 % beträgt 11.500 €. Notar- und Grundbuchkosten summieren sich auf circa 5.750 € (2,5 %). Eine Maklercourtage von 3,57 % würde weitere 8.211 € ausmachen. In Summe ergeben sich Kaufnebenkosten von rund 25.461 €, also etwa 11,07 % des Kaufpreises. Ermitteln Sie Ihre exakten Nebenkosten mit unserem Kaufnebenkosten-Rechner.
Beliebte Stadtteile in Erfurt
Altstadt: Das historische Herzstück Erfurts mit seinen mittelalterlichen Fachwerkhäusern, dem Domplatz und der Krämerbrücke ist nicht nur touristisches Highlight, sondern auch begehrte Wohnlage. Sanierte Altbauwohnungen sind rar und entsprechend teuer, dafür bietet die Altstadt unvergleichliches urbanes Flair mit kurzen Wegen zu Kultur und Gastronomie.
Löbervorstadt: Südlich der Altstadt gelegen, besticht die Löbervorstadt durch ihre Gründerzeitarchitektur und breite, baumbestandene Straßen. Der Stadtteil hat sich in den letzten Jahren zu einer der gefragtesten Lagen entwickelt – junge Familien schätzen die Nähe zum Südpark und die ruhige Atmosphäre bei gleichzeitiger Zentrumsnähe.
Brühl: Das ehemalige Arbeiterviertel nördlich der Altstadt durchlebt eine bemerkenswerte Gentrifizierung. Kreative Szene, studentisches Publikum und sanierte Gründerzeithäuser mischen sich hier. Die Quadratmeterpreise steigen, bieten aber im Vergleich zur Altstadt noch Potenzial nach oben.
Andreasvorstadt: Östlich des Zentrums breitet sich die Andreasvorstadt mit ihren geschlossenen Häuserzeilen aus der Kaiserzeit aus. Der Stadtteil überzeugt durch seine lebendige Kneipenkultur, den Wochenmarkt und die gute Anbindung an den Anger – Erfurts zentrale Einkaufsmeile.
Hochheim: Am südöstlichen Stadtrand gelegen, bietet Hochheim die Vorzüge eines Vorortes: Einfamilienhäuser mit Gärten, ruhige Wohnstraßen und gute Schulinfrastruktur. Die Stadtbahnanbindung hält die Fahrzeit ins Zentrum unter 15 Minuten.
Ilversgehofen: Im Norden Erfurts gelegen, galt Ilversgehofen lange als einfache Wohngegend. Mittlerweile sorgen Neubauprojekte und die Nähe zum neuen ICE-Knoten für Aufwertung. Die Preise sind noch moderat, das Aufwertungspotenzial beträchtlich.
Rendite-Check für Erfurt
Eine sanierte 70-m²-Wohnung in der Löbervorstadt wird aktuell für rund 182.000 € angeboten. Bei einer durchschnittlichen Kaltmiete von 8,20 €/m² ergibt sich eine Monatsmiete von 574 €, also 6.888 € Jahreskaltmiete. Daraus resultiert eine Bruttomietrendite von 3,78 %. Nach Abzug von Verwaltungskosten und Instandhaltungsrücklage verbleibt eine Nettomietrendite von circa 3,0–3,3 %. Für ostdeutsche Verhältnisse ist das ein attraktiver Wert. Prüfen Sie Ihr Renditepotenzial mit dem Nettorendite-Rechner.
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Finanzierung in Erfurt
Erfurts vergleichsweise günstiges Preisniveau senkt die Einstiegshürde für Käufer. Bei einem Kaufpreis von 230.000 € und 25 % Eigenkapital (57.500 €) beträgt die Darlehenssumme 172.500 €. Mit 3,5 % Zinsen und 2,5 % Anfangstilgung liegt die Monatsrate bei rund 863 €. Die niedrigere Grunderwerbsteuer von 5,0 % spart gegenüber Schleswig-Holstein oder NRW bares Geld. Berechnen Sie Ihre Finanzierung präzise mit dem Eigenkapitalrechner.
Fazit: Lohnt sich der Kauf in Erfurt?
Erfurt vereint historischen Charme, wachsende wirtschaftliche Bedeutung und ein noch erschwingliches Preisniveau. Die ICE-Anbindung hat die Stadt als Wohn- und Arbeitsstandort deutlich aufgewertet. Wer in den mitteldeutschen Immobilienmarkt investieren möchte, findet in Erfurt eines der besten Rendite-Wachstums-Verhältnisse der Region.

