Bauerwartungsland

Bauerwartungsland – Spekulation auf künftiges Baurecht

Bauerwartungsland ist eine Fläche, die im Flächennutzungsplan einer Gemeinde zwar als zukünftiges Baugebiet vorgesehen ist, für die aber noch kein verbindlicher Bebauungsplan existiert. Der Grundstückspreis liegt typischerweise zwischen dem Wert von Ackerland und dem von Bauland – oft bei 30 bis 50 Prozent des Baulandpreises der Region.

Warum ist das wichtig?

Investoren, die frühzeitig Bauerwartungsland erwerben, können von erheblichen Wertsteigerungen profitieren, sobald die Gemeinde den Bebauungsplan aufstellt und die Erschließung beginnt. Allerdings birgt die Investition Risiken: Es gibt keine Garantie, dass und wann das Baurecht tatsächlich erteilt wird. Politische Mehrheiten in der Gemeindevertretung können sich ändern, Umweltauflagen können die Bebauung verhindern. Der Zeithorizont beträgt oft 5 bis 15 Jahre.

Beispiel: Am Stadtrand von Regensburg kauft ein Investor 2.000 m² Bauerwartungsland für 85 Euro pro Quadratmeter (170.000 Euro). Nach sieben Jahren wird der Bebauungsplan rechtskräftig, das Grundstück hat nun als Bauland einen Wert von 320 Euro pro Quadratmeter (640.000 Euro). Die Wertsteigerung beträgt 276 Prozent – vor Steuern und Erschließungskosten.

Praxis-Tipp

Sprechen Sie vor dem Kauf mit der Gemeindeverwaltung über den aktuellen Planungsstand und die realistische Zeitschiene. Studieren Sie den Flächennutzungsplan und achten Sie auf mögliche Hindernisse wie Naturschutzgebiete in der Nachbarschaft. Investieren Sie nur Kapital, das Sie langfristig binden können, und rechnen Sie mindestens 10 Jahre Wartezeit ein.

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