Baunebenkosten

Baunebenkosten – Die versteckten Kosten beim Hausbau

Baunebenkosten umfassen sämtliche Ausgaben, die über den reinen Hauspreis hinaus beim Neubau anfallen. Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchgebühren, Architektenhonorar, Statik, Baugenehmigung, Vermessung, Bodengutachten, Erschließung, Versicherungen und Baustrom. Als Faustregel sollten 15 bis 20 Prozent der Baukosten für Nebenkosten eingeplant werden.

Warum ist das wichtig?

Baunebenkosten werden von Bauherren systematisch unterschätzt und sind der häufigste Grund für Nachfinanzierungen. Banken erwarten, dass diese Kosten aus Eigenkapital bezahlt werden, weil sie den Immobilienwert nicht steigern. Wer die Nebenkosten nicht einplant, steht plötzlich ohne Budget für Außenanlagen oder Küche da. Die Grunderwerbsteuer allein variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises.

Beispiel: Bauprojekt in Hessen, Hauspreis 320.000 Euro: Grunderwerbsteuer 6 % (19.200 Euro), Notar + Grundbuch (7.700 Euro), Architekt (28.800 Euro), Baugenehmigung (1.600 Euro), Vermessung (3.200 Euro), Bodengutachten (1.500 Euro), Erschließung (12.000 Euro), Versicherungen (1.800 Euro), Baustrom + Bauwasser (2.400 Euro). Summe: 78.200 Euro – das sind 24,4 Prozent der Baukosten.

Praxis-Tipp

Erstellen Sie eine detaillierte Nebenkostenaufstellung vor dem ersten Spatenstich und addieren Sie 10 Prozent Puffer. Manche Kosten lassen sich reduzieren: Eigenleistungen bei Außenanlagen, Vergleich von Vermessungsbüros und der Verzicht auf einen Keller spart Bodengutachten- und Abdichtungskosten.

Alle Nebenkosten im Detail berechnen mit dem Kaufnebenkosten-Rechner.