Cap-Darlehen
Cap-Darlehen – Flexibilität mit Sicherheitsnetz
Ein Cap-Darlehen ist ein variabel verzinstes Immobiliendarlehen mit einer vertraglich vereinbarten Zinsobergrenze (Cap). Der Zinssatz passt sich regelmäßig an den Referenzzins (meist EURIBOR) an, kann aber niemals über den festgelegten Höchstsatz steigen. So profitiert der Kreditnehmer von sinkenden Zinsen, ist aber gleichzeitig vor extremen Zinsanstiegen geschützt.
Warum ist das wichtig?
Variable Darlehen bieten maximale Flexibilität – sie können mit einer Frist von drei bis sechs Monaten gekündigt und ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückgezahlt werden. Der Nachteil: Bei steigenden Zinsen steigt die monatliche Rate unbegrenzt. Das Cap-Darlehen begrenzt dieses Risiko. Allerdings hat diese Sicherheit ihren Preis: Der Cap-Aufschlag liegt je nach Marktsituation und Laufzeit bei 0,3 bis 1,0 Prozent über dem reinen variablen Zinssatz.
Beispiel: Ein Kapitalanleger in München finanziert eine Eigentumswohnung mit 200.000 Euro als Cap-Darlehen. Variabler Zins aktuell: 3,2 %. Cap bei 4,5 %. Zinsaufschlag für den Cap: 0,5 %. Er zahlt also 3,7 % effektiv. Steigt der Marktzins auf 5,5 %, bleibt seine Rate bei 4,5 % gedeckelt. Seine maximale Monatsbelastung: 750 Euro statt potenziell 916 Euro.
Praxis-Tipp
Cap-Darlehen eignen sich für Kreditnehmer, die in absehbarer Zeit eine größere Tilgung oder den Verkauf der Immobilie planen. Vergleichen Sie die Gesamtkosten mit einem Festzinsdarlehen über denselben Zeitraum. In Hochzinsphasen ist der Cap-Aufschlag teurer – dann kann ein klassisches Annuitätendarlehen günstiger sein.
Vergleichen Sie verschiedene Zinsbindungen mit dem Zinsbindungs-Rechner.

