Courtage
Courtage – Die Maklervergütung beim Immobiliengeschäft
Courtage ist der Fachbegriff für die Provision, die ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung eines Kauf- oder Mietvertrags erhält. Die Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt, hat sich aber regional eingependelt: Beim Kauf liegt sie meist bei 3 bis 7 Prozent des Kaufpreises (je nach Bundesland und Vereinbarung), bei der Vermietung maximal zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer.
Warum ist das wichtig?
Seit Dezember 2020 gilt beim Wohnungskauf die gesetzliche Provisionsteilung: Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf vom Käufer maximal der gleiche Prozentsatz verlangt werden. In der Praxis hat dies zu einer Halbierung der Käuferbelastung in Bundesländern geführt, wo zuvor der Käufer allein zahlte. Die Courtage ist ein wesentlicher Bestandteil der Kaufnebenkosten und beeinflusst die Rendite einer Kapitalanlage erheblich – bei 6 Prozent Courtage auf 400.000 Euro sind das 24.000 Euro.
Beispiel: Verkauf eines Einfamilienhauses in Nordrhein-Westfalen für 350.000 Euro. Der Verkäufer vereinbart 3,57 % Courtage mit dem Makler. Der Käufer zahlt ebenfalls 3,57 %. Maklerhonorar insgesamt: 24.990 Euro. Vor der Neuregelung hätte der Käufer allein 7,14 % gezahlt – das wären 24.990 Euro gewesen, jetzt zahlt er nur 12.495 Euro.
Praxis-Tipp
Verhandeln Sie die Courtage – sie ist frei vereinbar und nicht in Stein gemeißelt. Bei hochpreisigen Objekten sind Makler oft bereit, den Prozentsatz zu senken. Fragen Sie nach einem Pauschalhonorar statt prozentualer Courtage. Prüfen Sie auch provisionsfrei angebotene Immobilien direkt vom Eigentümer.
Alle Kaufnebenkosten berechnen mit dem Kaufnebenkosten-Rechner.

