Deckungshypothek
Deckungshypothek – Sicherheit hinter dem Pfandbrief
Eine Deckungshypothek ist eine Hypothek, die als Sicherheit für die Emission von Pfandbriefen dient. Pfandbriefbanken vergeben Immobiliendarlehen und refinanzieren sich über Pfandbriefe am Kapitalmarkt. Die zugrunde liegenden Immobilienkredite – und damit die Hypotheken – bilden den Deckungsstock, der die Pfandbrief-Inhaber absichert.
Warum ist das wichtig?
Das Pfandbriefsystem ist eine tragende Säule der deutschen Immobilienfinanzierung. Deutschland hat den weltweit größten Pfandbriefmarkt mit einem ausstehenden Volumen von über 400 Milliarden Euro. Deckungshypotheken dürfen maximal 60 Prozent des Beleihungswerts einer Immobilie betragen. Diese konservative Begrenzung ist ein Grund, warum deutsche Pfandbriefe als besonders sicher gelten und niedrige Zinsen bieten.
Beispiel: Eine Pfandbriefbank vergibt ein Darlehen über 240.000 Euro für eine Eigentumswohnung in Mainz mit einem Beleihungswert von 280.000 Euro. Als Deckungshypothek für Pfandbriefe kann sie maximal 168.000 Euro (60 %) einsetzen. Die restlichen 72.000 Euro muss die Bank aus eigenen Mitteln oder über andere Refinanzierungsquellen finanzieren.
Praxis-Tipp
Für Darlehensnehmer ist die Deckungshypothek meist nicht direkt sichtbar. Sie profitieren indirekt, weil Pfandbriefbanken durch die günstige Refinanzierung oft attraktive Zinssätze anbieten. Vergleichen Sie Angebote von Pfandbriefbanken mit denen von Sparkassen und Direktbanken – häufig liegen die Konditionen der Pfandbriefbanken leicht unter dem Marktdurchschnitt.
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