Gebäudeversicherung
Gebäudeversicherung – Existenzieller Schutz für Ihre Immobilie
Die Wohngebäudeversicherung schützt den Eigentümer vor finanziellen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Optional kann sie um Elementarschadenversicherung (Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch) erweitert werden. Bei finanzierten Immobilien verlangt die Bank den Abschluss einer Gebäudeversicherung als Bedingung für die Kreditvergabe.
Warum ist das wichtig?
Ein Totalschaden durch Brand ohne Versicherung bedeutet den Verlust der gesamten Investition – bei laufendem Kredit eine existenzbedrohende Situation. Die Versicherungssumme sollte dem Wiederherstellungswert (Neuwert) des Gebäudes entsprechen, nicht dem Kaufpreis oder Verkehrswert. Bei Unterversicherung kürzt die Versicherung im Schadensfall anteilig. Die Elementarversicherung wird angesichts zunehmender Extremwetterereignisse immer wichtiger – doch in Hochrisikogebieten ist sie teuer oder nur schwer zu bekommen.
Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus in Passau (Neubauwert: 680.000 Euro) wird durch ein Hochwasser stark beschädigt. Sanierungskosten: 145.000 Euro. Mit Elementarversicherung übernimmt der Versicherer die Kosten abzüglich 5.000 Euro Selbstbeteiligung. Ohne Elementarschutz bleibt der Eigentümer auf 145.000 Euro sitzen – das entspricht zwei Jahren Mieteinnahmen.
Praxis-Tipp
Überprüfen Sie jährlich, ob die Versicherungssumme noch dem aktuellen Wiederherstellungswert entspricht – Baupreissteigerungen können zu einer schleichenden Unterversicherung führen. Schließen Sie unbedingt eine Elementarschadenversicherung ab. Vergleichen Sie Tarife verschiedener Anbieter, die Preisunterschiede betragen oft 40 Prozent bei gleicher Leistung.
Berücksichtigen Sie die Versicherungskosten im Cashflow-Rechner.

