Globalurkunde
Globalurkunde – Sammelurkunde für Wertpapiere
Eine Globalurkunde ist ein einzelnes Wertpapier, das eine Vielzahl gleichartiger Einzelwertpapiere zusammenfasst und bei einer Wertpapiersammelbank (in Deutschland: Clearstream) verwahrt wird. Im Immobilienbereich sind Globalurkunden vor allem bei Pfandbriefen und Immobilienanleihen relevant. Statt tausende einzelne Pfandbriefe zu drucken, wird eine einzige Globalurkunde erstellt.
Warum ist das wichtig?
Für Privatanleger, die in Pfandbriefe oder Immobilienanleihen investieren, bedeutet die Globalurkunde: Sie besitzen keinen physischen Wertpapierbrief, sondern einen Miteigentumsanteil an der Globalurkunde, der in ihrem Depot verbucht ist. Das System ermöglicht den effizienten Handel von Immobilienwertpapieren an der Börse. Pfandbriefe, die durch Deckungshypotheken auf Immobilien besichert sind, gelten als besonders sichere Anlageform und bieten regelmäßige Zinszahlungen.
Beispiel: Eine Pfandbriefbank emittiert einen Hypothekenpfandbrief über 500 Millionen Euro in Form einer Globalurkunde, verwahrt bei Clearstream. Ein Privatanleger kauft über seine Depotbank Anteile im Wert von 10.000 Euro. Er erhält halbjährlich Zinsen von 2,8 Prozent und kann seinen Anteil jederzeit an der Börse verkaufen – ohne dass die physische Urkunde bewegt wird.
Praxis-Tipp
Wenn Sie über Pfandbriefe oder Immobilienanleihen indirekt in Immobilien investieren möchten, achten Sie auf die Bonität der emittierenden Bank und die Qualität des Deckungsstocks. Pfandbriefe deutscher Banken haben eine ausgezeichnete Sicherheitshistorie – es gab in über 250 Jahren keinen Ausfall. Für konservative Anleger sind sie eine Alternative zur direkten Immobilienanlage.
Vergleichen Sie Finanzierungsinstrumente mit dem Baufinanzierungs-Vergleich.



