Jahreskaltmiete
Die Jahreskaltmiete (auch Jahresnettokaltmiete) ist die Summe aller monatlichen Kaltmieten eines Jahres – also 12 × Kaltmiete. Sie ist die zentrale Größe für die Berechnung von Bruttorendite, Nettorendite und Kaufpreisfaktor.
Berechnung
Jahreskaltmiete = monatliche Kaltmiete × 12
Beispiel: 850 €/Monat × 12 = 10.200 € Jahreskaltmiete
Verwendung in Kennzahlen
- Bruttorendite: Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100
- Kaufpreisfaktor: Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete
- Nettorendite: (Jahreskaltmiete − Kosten) ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten) × 100
Praxis-Tipp: Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Rate gleich, aber der Zinsanteil sinkt über die Jahre automatisch zugunsten der Tilgung.
Hinweis: Die Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (u.a. NRW, Brandenburg). Bei einer 300.000-€-Immobilie macht das einen Unterschied von 9.000 €.
Ist-Miete vs. Soll-Miete
Bei der Bewertung einer vermieteten Immobilie wird zwischen der Ist-Miete (tatsächlich gezahlte Miete) und der Soll-Miete (ortsübliche Vergleichsmiete) unterschieden. Liegt die Ist-Miete deutlich unter der Soll-Miete, besteht Mietsteigerungspotenzial.
Die Bruttorendite Ihrer Immobilie ermitteln Sie mit dem Bruttorendite Rechner.

