Mietsicherheit

Mietsicherheit – Welche Sicherungsformen es gibt

Mietsicherheit ist der Oberbegriff für alle Sicherheitsleistungen, die ein Mieter dem Vermieter zur Absicherung von Ansprüchen aus dem Mietverhältnis stellt. Die häufigsten Formen sind die Barkaution, die Mietkautionsbürgschaft einer Bank, die Mietkautionsversicherung und die Elternbürgschaft bei jungen Mietern. Alle Formen unterliegen der gesetzlichen Obergrenze von drei Nettokaltmieten.

Warum ist das wichtig?

Die Wahl der Mietsicherheit beeinflusst beide Seiten: Für den Mieter bindet eine Barkaution Liquidität – bei 900 Euro Kaltmiete sind das 2.700 Euro, die über Jahre auf einem niedrig verzinsten Konto liegen. Die Mietkautionsversicherung kostet 3 bis 5 Prozent der Kautionssumme jährlich, hält aber das Kapital frei. Für den Vermieter ist die Barkaution am sichersten, weil er direkt darauf zugreifen kann. Bei einer Bürgschaft muss er den Bürgen erst in Anspruch nehmen.

Beispiel: Wohnung in Bochum, Kaltmiete 720 Euro. Barkaution: 2.160 Euro einmalig, Zinsen gehen an den Mieter. Mietkautionsversicherung: ca. 85 Euro jährlich, kein Kapital gebunden. Bankbürgschaft: ca. 1,5 % jährlich = 32 Euro, Bankgebühr. Über 5 Jahre Mietdauer: Barkaution kostet Opportunitätskosten (entgangene Anlagerendite ca. 250 Euro), Versicherung kostet 425 Euro, Bürgschaft 160 Euro.

Praxis-Tipp

Als Vermieter: Akzeptieren Sie am besten Barkaution oder Bankbürgschaft – Kautionsversicherungen leisten im Schadensfall manchmal verzögert. Als Mieter: Vergleichen Sie die Kosten der Alternativen über die erwartete Mietdauer. Bei kurzer Mietdauer ist die Barkaution oft günstiger, bei langer Mietdauer kann eine Bankbürgschaft kostengünstiger sein.

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