Pfandbrief
Pfandbrief – Das Rückgrat der Immobilienfinanzierung
Der Pfandbrief ist ein von Pfandbriefbanken ausgegebenes Schuldverschreibung, die durch Immobilienkredite (Hypothekenpfandbrief) oder öffentliche Darlehen (Öffentlicher Pfandbrief) besichert ist. Das Pfandbriefgesetz regelt strenge Qualitätsanforderungen: Die Deckungsmasse muss den umlaufenden Pfandbriefen jederzeit wertmäßig entsprechen, die Beleihungsgrenze liegt bei 60 Prozent des Beleihungswerts.
Warum ist das wichtig?
Pfandbriefe sind das wichtigste Refinanzierungsinstrument der deutschen Immobilienwirtschaft. Mit über 400 Milliarden Euro ausstehendem Volumen finanzieren sie einen erheblichen Teil aller Immobilienkredite. Für Anleger bieten Pfandbriefe eine der sichersten Anlagemöglichkeiten – in über 250 Jahren Geschichte gab es keinen einzigen Ausfall. Für Immobilienkäufer bedeutet die effiziente Refinanzierung über Pfandbriefe günstigere Kreditzinsen als in Ländern ohne vergleichbares System.
Beispiel: Die Münchener Hypothekenbank vergibt Immobilienkredite über 5 Milliarden Euro und refinanziert 3 Milliarden Euro davon über Hypothekenpfandbriefe am Kapitalmarkt. Großinvestoren (Versicherungen, Pensionskassen) kaufen diese Pfandbriefe zu 2,8 % Rendite. Die Bank verleiht das Geld an Immobilienkäufer zu 3,4 % – die Marge von 0,6 % deckt Kosten und Gewinn. Ohne Pfandbrief müsste die Bank teurer refinanzieren, und der Immobilienkredit würde 0,3-0,5 % mehr kosten.
Praxis-Tipp
Holen Sie bei Ihrer Finanzierungssuche gezielt Angebote von Pfandbriefbanken ein – sie bieten oft die günstigsten Zinsen bei erstrangigen Finanzierungen bis 60 % Beleihung. Als konservativer Anleger können Sie Pfandbriefe direkt an der Börse kaufen und von regelmäßigen Zinszahlungen bei höchster Sicherheit profitieren.
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