Realkredit
Realkredit – Der günstigste Immobilienkredit
Ein Realkredit ist ein langfristiger Kredit, der durch ein erstrangiges Grundpfandrecht abgesichert ist und maximal 60 Prozent des Beleihungswerts der Immobilie ausmacht. Diese Grenze entspricht der Deckungsfähigkeit für Pfandbriefe. Da das Ausfallrisiko bei einer so konservativen Beleihung sehr gering ist, bieten Banken für Realkredite die günstigsten Zinssätze im Immobilienbereich.
Warum ist das wichtig?
Der Zinsvorteil eines Realkredits gegenüber einer höheren Beleihung beträgt 0,2 bis 0,5 Prozent. Bei einer Darlehenssumme von 200.000 Euro und 15 Jahren Zinsbindung sind das 6.000 bis 15.000 Euro Ersparnis. Der Realkredit ist die Basisfinanzierung – darüber hinausgehende Beträge (60-80 % oder 80-100 % Beleihungswert) werden als Personalkredit zu höheren Zinsen finanziert. Die Aufteilung in Real- und Personalkredit ist intern bei der Bank und für den Kunden meist nicht sichtbar.
Beispiel: Immobilie in Lüneburg, Kaufpreis 300.000 Euro, Beleihungswert 270.000 Euro. Realkredit bis 60 %: 162.000 Euro zu 3,2 % Zins. Darüber hinaus bis 80 %: 54.000 Euro zu 3,6 % Zins. Eigenkapital: 84.000 Euro. Durch die Aufteilung in zwei Tranchen spart der Käufer gegenüber einer einheitlichen Finanzierung zu 3,5 % rund 5.800 Euro über 10 Jahre.
Praxis-Tipp
Wenn Sie ausreichend Eigenkapital haben, nutzen Sie den Zinsvorteil des Realkredits gezielt: Finanzieren Sie maximal 60 % des Beleihungswerts über die Hauptbank und verhandeln Sie den Realkredit-Zinssatz. Falls Sie mehr Kredit benötigen, kann eine Aufteilung in zwei Tranchen bei derselben oder bei verschiedenen Banken insgesamt günstiger sein als eine einheitliche Finanzierung.
Vergleichen Sie Kreditangebote mit dem Baufinanzierungs-Vergleich.

