Teilverkauf (Immobilien)

Beim Teilverkauf verkauft der Eigentümer einen prozentualen Anteil seiner Immobilie (meist 10–50 %) an einen Teilkauf-Anbieter und erhält dafür eine Einmalzahlung. Er behält ein Nießbrauchrecht und wohnt weiter in der Immobilie.

So funktioniert es

  • Immobilie wird von einem unabhängigen Gutachter bewertet
  • Eigentümer verkauft z.B. 30 % → bei 400.000 € Wert = 120.000 € Auszahlung
  • Eigentümer zahlt monatliches Nutzungsentgelt (ähnlich Miete) für den verkauften Anteil
  • Beim späteren Gesamtverkauf wird der Erlös anteilig geteilt

Für wen geeignet?

Senioren, die Liquidität aus ihrer Immobilie lösen möchten, ohne komplett zu verkaufen oder umzuziehen. Alternative zur Leibrente oder Umkehrhypothek.

Hinweis: Mieterhöhungen sind an strenge gesetzliche Vorgaben gebunden. Ohne Modernisierung dürfen Mieten innerhalb von 3 Jahren maximal um 20 % steigen (Kappungsgrenze).

Prüfen Sie die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen. Dort finden Sie geplante Sanierungen und Sonderumlagen.

Kosten und Kritik

Das monatliche Nutzungsentgelt (ca. 3–5 % p.a. des ausgezahlten Betrags) und ein Durchführungsentgelt beim Gesamtverkauf (ca. 5–6 %) machen den Teilverkauf teurer als einen klassischen Kredit.