Wohngeld

Wohngeld – Staatliche Hilfe für die Wohnkosten

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten für Haushalte mit geringem Einkommen. Es wird als Mietzuschuss (für Mieter) oder als Lastenzuschuss (für Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen) gewährt. Seit der großen Wohngeldreform 2023 haben deutlich mehr Haushalte Anspruch: Die Einkommensgrenzen wurden angehoben, eine Klimakomponente und ein Heizkostenzuschuss eingeführt.

Warum ist das wichtig?

Für Vermieter ist Wohngeld relevant, weil es die Zahlungsfähigkeit einkommensschwacher Mieter sichert. Ein Mieter mit Wohngeld ist wirtschaftlich tragfähiger als einer ohne – die Miete wird faktisch teilstaatlich finanziert. Für Eigentümer ist der Lastenzuschuss interessant: Er deckt Teile der Darlehensbelastung, Grundsteuer und Bewirtschaftungskosten ab. Die Höhe hängt von Haushaltsgröße, Einkommen und Miethöhe ab und wird individuell berechnet.

Beispiel: Alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern in Hannover. Nettoeinkommen: 1.900 Euro. Kaltmiete: 650 Euro plus 200 Euro Nebenkosten. Wohngeldberechnung nach der Reform 2023: ca. 290 Euro monatlich. Die Miete sinkt für sie effektiv auf 560 Euro – eine Entlastung von 34 Prozent. Als Eigentümerin mit 1.200 Euro monatlicher Kreditbelastung könnte sie einen Lastenzuschuss von ca. 210 Euro erhalten.

Praxis-Tipp

Prüfen Sie Ihren Wohngeldanspruch online über den Wohngeldrechner Ihres Bundeslandes. Seit 2023 sind die Einkommensgrenzen deutlich gestiegen – auch Normalverdiener können berechtigt sein. Den Antrag stellen Sie bei der Wohngeldbehörde Ihrer Gemeinde. Die Bewilligung gilt für 12 Monate und muss rechtzeitig verlängert werden.

Berechnen Sie Ihre Wohnkosten mit dem Cashflow-Rechner.