Zinsbindung
Die Zinsbindung ist der Zeitraum, für den der Zinssatz eines Immobiliendarlehens festgeschrieben wird. Übliche Laufzeiten sind 5, 10, 15 oder 20 Jahre. Während der Zinsbindung bleibt die Rate konstant – danach wird neu verhandelt.
Welche Zinsbindung wählen?
- 5 Jahre: Niedrigster Zins, aber hohes Zinsänderungsrisiko. Nur bei Verkaufsabsicht oder erwartetem Zinsrückgang.
- 10 Jahre: Standard in Deutschland. Guter Kompromiss aus Sicherheit und Flexibilität.
- 15 Jahre: Für sicherheitsorientierte Kreditnehmer. Etwas höherer Zins, aber längere Planungssicherheit.
- 20+ Jahre: Maximale Sicherheit. In Niedrigzinsphasen besonders attraktiv.
Sonderkündigungsrecht
Nach 10 Jahren kann jedes Darlehen mit 6 Monaten Frist gekündigt werden (§ 489 BGB) – egal wie lange die Zinsbindung vereinbart wurde. Das ist besonders relevant bei Darlehen mit 15- oder 20-jähriger Bindung.
Rechenbeispiel: Mietrendite
Eine 80-m²-Wohnung kostet 240.000 € und erzielt 850 € Kaltmiete im Monat. Die Bruttorendite: 10.200 € Jahresmiete ÷ 240.000 € = 4,25 %. Nach Abzug von Verwaltung (300 €/Jahr), Instandhaltung (960 €/Jahr) und 3 % Mietausfallwagnis (306 €/Jahr) ergibt sich eine Nettorendite von ca. 3,6 %.
Viele Käufer unterschätzen den Zeitaufwand, den eine Immobilientransaktion mit sich bringt. Von der ersten Besichtigung bis zum Notartermin vergehen in der Regel 2–4 Monate. Planen Sie diese Zeit ein und treffen Sie keine überstürzten Entscheidungen.
Die monatliche Rate berechnen Sie mit dem Annuitätenrechner.

