Ein wesentliches Verkaufselement ist die Innenarchitektur. Wer ein Haus oder eine Wohnung zu einem besseren Preis veräußern will, sollte sich auch um eine ansprechende Innenarchitektur kümmern. Diese kann den Preis der Immobilie wesentlich aufwerten. In den USA hat man diesen Trend bereits erkannt. Von dort kommt auch der Begriff Home Staging. Unter diesem Begriff versteht man eine professionelle Adaption von Räumlichkeiten zur Verkaufsförderung. Dabei werden Licht, Farbe und Möbel gezielt eingesetzt, um eine bestmögliche optische Erscheinung der Wohnung oder des Hauses zu gewährleisten. Auch die Gestaltung der Wände und der Fußböden fallen in diesen Bereich. Durch dieses Home Staging können die Verkaufszeiten verkürzt und die Preise um bis zu 15 % gesteigert werden. Beim Home Staging versucht man, die Innenarchitektur so zu gestalten, dass diese möglichst viele potenzielle Käufer anspricht. Das beginnt bereits bei der Entrümpelung des Hauses oder der Wohnung. Die Entrümpelung erfolgt dabei in allen Räumen vom Keller bis zum Dachboden. Danach werden auch die Möbel entfernt. Der Kaufinteressent soll die Möglichkeit haben, die Wohnung im Geist selbst einzurichten. Persönliche Gegenstände des ursprünglichen Wohnungs- oder Hauseigentümers dienen dann höchstens noch als Accessoires.
Der Kauf mit den Augen
Eine Immobilie wird in erster Linie mit den Augen gekauft. Das heißt, der optische Eindruck soll die Schokoladenseite der Immobilie darstellen. Nur rund 20 % aller Menschen verfügen über ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen. Eine komplett ausgeräumte Wohnung kann deshalb für viele Probleme schaffen. Darum werden in der entrümpelten Wohnung oder dem Haus nur sogenannte Fokuspunkte neu gestaltet. Das kann entweder der Wintergarten sein oder der Kamin im Wohnzimmer. Mit Licht, Düften und Farben werden die Sinne der Kaufinteressenten gezielt angesprochen. Eine farbliche Abstimmung der Wände und der Fußböden trägt viel zum optischen Tuning bei. Danach wird die Innenarchitektur erneut in Angriff genommen. Die nun fast leere Wohnung wird an den wichtigsten Stellen mit passenden Möbeln ausgestattet und entsprechend dekoriert. Durch das Home Staging werden die möglichen Raumnutzungen sowie die Raumgrößen hervorgehoben. Dadurch kann sich der Interessent ein klares Bild vom Innenbereich der Immobilie machen. Die meisten Käufer entscheiden sich für oder gegen eine Immobilie in den ersten Sekunden. Der erste Eindruck zählt. Home Staging soll aber keine falschen Eindrücke vermitteln. Es kann zudem keine Baumängel oder Schäden am oder im Gebäude eliminieren. Mit dieser Methode soll lediglich der Kauf verkürzt sowie ein möglichst guter Preis für die Immobilie erzielt werden.
Die Geschichte des Home Staging
Erfunden wurde das Home Staging von der amerikanischen Immobilienmaklerin Barbara Schwarz. Sie erkannte aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung, dass sich eine Immobilie leichter verkaufen lässt, wenn auch die Emotionen der Käufer angesprochen wird. Die meisten Immobilien, die zum Verkauf stehen, zeigen zwar die Geschichte des Hauses oder der Wohnung, nicht aber die Zukunft. Mit Möbelstücken, die vom ursprünglichen Besitzer stammen, will der Käufer eigentlich nichts zu tun haben. Ihn interessiert in erster Linie, ob er sich in den neuen Räumlichkeiten wohlfühlen kann. Home Staging gilt seit den 1990er Jahren als eigener Tätigkeitsbereich für Innenarchitekten und Designer. In Deutschland existiert seit dem Jahr 2010 ein eigener Berufsverband für Home Stager. Seit der Gründung der ersten Home Staging Agentur 2006 in Hamburg arbeiten mittlerweile mehr als 200 Dienstleistungsanbieter in diesem Bereich.
Die Bedeutung der Innenarchitektur
Der Innenarchitektur kommt in der heutigen Zeit eine besondere Bedeutung zu, da viele Gebäude nicht neu gebaut werden, sondern eher umgenutzt und saniert. Hier ist die Innenarchitektur gefordert neue Raumlösungen zu finden. Die Gestaltung von Räumen hat nicht nur ästhetischen, sondern auch psychologischen und sozialen Charakter. Ein Wohnraum ist dazu da, um sich darin wohlzufühlen. Am besten ist es, wenn sich der neue Haus- oder Wohnungsbesitzer mit den Räumen identifizieren kann. Die Innenarchitektur sorgt für eine konkrete Umsetzung dieser Wohlfühlwünsche. Wenn Sie selbst ein Haus oder eine neue Wohnung kaufen, werden Sie schnell feststellen, ob Ihnen die räumliche Aufteilung zusagt oder ob Sie sich in den Räumen behaglich fühlen. Wenn beim Immobilienkauf diese Faktoren bereits positiv sind, so wird ein Kaufinteressent eher eine Kaufzusage erteilen.
Bei der architektonischen Gestaltung von Innenräumen gibt es mehrere Elemente, die dabei Verwendung finden. Dazu gehören beispielsweise:
die Beleuchtung
die Farbe der Wände
die Art des Bodens
die Symmetrie der Einrichtung
die Accessoires
Licht
Die Lichtgestaltung eines Raums sollte vor allem seiner Innenarchitektur folgen. Die Lichtfarbe kann auch die Emotionen bestimmen. Kühle Lichtfarben wirken anregend, während warme Lichtfarben eine beruhigende Wirkung ausüben. Die Farbe wird dabei in Kelvin (K) gemessen. Warmes Licht hat eine Farbtemperatur bis zu 3.300 K und kaltes Licht eine Temperatur über 5.000 K. Lichtquellen sollen keinesfalls blenden. Die Lichtquellen müssen so installiert sein, dass sie das Auge nicht direkt bestrahlen und nicht durch irgendwelche Objekte gespiegelt werden.
Farbe
Auch die farbliche Gestaltung der Wände spielt architektonisch eine große Rolle. Für kleine Räume sollten helle Farben verwendet werden. Das gilt auch für die Zimmerdecke. Im Gegensatz dazu sollte der Boden eher dunkler gestaltet werden. Wandleuchten, die den oberen Teil der Wände beleuchten, lassen den Raum höher erscheinen. Bei hohen Räumen, die man vor allem in Altbauten findet. Hier wirken die Räume, wenn die Decke in dunkleren Farben gestrichen wird, weniger hoch. Lichtquellen hingegen sollten nur auf die Wände gerichtet werden. Dadurch wirkt der Raum weiter. In der Regel lassen dunkle Farben einen langen Raum kürzer erscheinen, während helle Farben die Raumtiefe vergrößern.
Der Boden
Auch Bodenbeläge sind vielfältig und gelten als Gestaltungselement. Der Boden ist jenes Element, auf dem alles steht. Daher kommt seiner Gestaltung ebenfalls große Bedeutung zu. Für ein Wohnzimmer oder ein Schlafgemach eignen sich am besten alle Arten von Parkettböden. Diese sind natürlich und auch leicht zu pflegen. Fliesenböden werden meist in Badezimmern, auf der Toilette oder in der Küche verwendet. Sie sind allerdings kälter als Parkettböden, dafür robuster und leicht von nassem Schmutz zu befreien. Auch Laminatböden sind leicht zu reinigen und eignen sich für den Flur oder das Arbeitszimmer. Für ein weiches und wohlig warmes Laufgefühl eignen sich Teppichböden. Sie eignen sich hervorragend für Wohn- und Schlafzimmer. Die Reinigung ist jedoch etwas aufwendiger. Der Teppichboden ist fleckempfindlich und kann mit der Zeit Gerüche aufnehmen. Der Linoleumboden feiert inzwischen sein Comeback. Anders als in seiner Vergangenheit besticht der Linoleumboden nicht mehr nur durch seine marmorierten Brauntöne, sondern imitiert mittlerweile auch andere Materialien, wie Holz oder Marmor. Dieser Boden ist sehr robust und eignet sich fast für alle Räume. Nur Badezimmer sind davon ausgenommen, da Linoleum sehr feuchtigkeitsempfindlich ist. Der Trend zum natürlichen Wohnen verlangt auch nach neuen Materialien. Inzwischen hat sich Kork als Bodenbelag durchgesetzt. Diese Böden sind sehr elastisch und wirken warm. Kork wird aus der Rinde von Bäumen gewonnen, wodurch keine Rodung von Wäldern notwendig ist. Er ist einfach ein nachwachsender Rohstoff und daher sehr umweltfreundlich. Korkböden eignen sich ebenfalls für alle Räume bis auf das Badezimmer. Kalt aber luxuriös präsentieren sich hingegen Marmorböden. Marmorböden wirken vor allem wertsteigernd bei jeder Immobilie. Der Marmorboden ist jedoch sehr kalt und empfindlich gegen Säuren, wie Essig, Zitronensäure oder Rotwein. Die Gestaltung der Decke ist wieder ein Teil der Innenarchitektur, die Ihre Immobilie aufwerten kann. Für hohe Decken ist es ratsam kräftige Farben zu verwenden. Mit dunklen kräftigen Farben wird die Decke nach unten gezogen. Der Raum erscheint nicht mehr so hoch. Hohe Räume können nämlich ein Bahnhofshallenflair vermitteln. Um keine Hallenatmosphäre zu schaffen, kann ein bequemes und textiles Mobiliar Abhilfe schaffen. Den leeren Raum unter einer hohen Decke kann man mit entsprechenden Leuchten auffüllen. Niedrige Decken können einen Raum erdrückend wirken. Um diesen Umstand entgegenzuwirken, sollten diese Decken mit hellen Farben gestrichen werden. Sie lassen den Raum dann höher erscheinen. Mit den richtigen Lichtquellen können diese Räume auch in die Höhe gezogen werden.
Textilien
Auch mit Textilien kann ein Raum optisch verschönert werden. Kissenbezüge können ausgetauscht werden und auch Gardinen erneuert. Alles, was sich leicht in einem Raum verändern lässt, zählt als Dekoration. Dazu gehören in erster Linie Accessoires, Tischschmuck und Kleinmöbel. Grundsätzlich verliehen Textilien jedem Raum Wärme und Gemütlichkeit. Wenn es bei einem Hausverkauf nicht möglich ist, das gesamte Mobiliar zu entfernen, weil das Haus vom Eigentümer in der Zwischenzeit noch bewohnt wird, so sollten wenigstens all diese Dinge gründlich gereinigt werden oder im Idealfall durch neue Stoffe oder Details ersetzt werden. Mit all diesen Detailfragen beschäftigt sich die moderne Innenarchitektur. Sie kann sowohl bei einem Haus- oder Wohnungsverkauf berücksichtigt werden als auch infolge eines Kaufs. Die Innenarchitektur trägt wesentlich zur optischen und ästhetischen Gestaltung von Wohnräumen bei. Gerade in der heutigen Zeit sind die Ansprüche von Wohnungssuchenden oder Immobilieninteressenten höher als in der Vergangenheit. Es wird Wert auf Gemütlichkeit und eine angenehme Wohnatmosphäre gelegt.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/akquise-kaltakquise-immobilien-immobilien-investorin-junge-frau-verhandlungen-mehrfamilienhaus-berlin-selbstbewusst.jpg8001200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2019-01-10 12:00:042019-01-10 12:00:04Innenarchitektur als Verkaufselement für eine Immobilie
Auch wenn die herkömmlichen Heizsysteme sich bewährt haben, ist die Infrarotheizung durchaus eine Alternative, die in Betracht gezogen werden sollte. Das Heizen mit Strom gilt zwar allgemein als teuer, jedoch sind noch weitere Faktoren relevant, die das Heizen mit Strom wirtschaftlich werden lassen. Welche Punkte wichtig sind und ab wann sich das Heizen mit Strom lohnt, erfahren Sie in unserem ausführlichen Guide.
Heizen mit Strom durch Infrarotstrahlen
Beim Bau eines Hauses stellt sich immer die Frage nach dem richtigen Heizsystem. Hier gibt es viele Varianten, die bedacht werden müssen, und auch die Infrarotheizung zählt dazu. Das Modell zeigt viele Vorteile auf, die sich gut an die verschiedensten Lebenssituationen anpassen. Unter welchen Bedingungen lohnt sich aber der Einbau einer Infrarotheizung und wie genau funktioniert das Heizen mit Strom eigentlich?
Angenehme und gesunde Wärme durch Infrarotstrahlen
Die Strahlung der Infrarotheizung funktioniert anders als andere Heizsysteme, denn die Strahlung wärmt nicht die Luft im Raum, sondern direkt den Körper. Dazu zählt nicht nur der menschliche Körper, sonder auch Wände, Decken bzw. Böden und auch das Mobiliar. Das Prinzip ist mit einem Sonnenbad im Winter zu vergleichen. Durch diese Technik wird die Wärme bereits bei niedrigen Temperaturen vom Körper als angenehm warm empfunden. Daraus folgt, dass nur geringe Temperaturen notwendig sind und damit Strom und Heizkosten gespart werden. Ein weiterer Vorteil der Infrarotheizung ist, dass die Räume nicht lange vorgeheizt werden müssen, damit dem Körper angenehm warm ist. Dies sorgt für behagliche Wärme und steigert so das Wohlbefinden und die Gesundheit.
Die Montage für eine Infrarotheizung ist sehr einfach. Es werden lediglich die Heizelemente im Raum benötigt und zusätzlich eine Steckdose in der Nähe. Andere Heizsysteme benötigen Rohre, die durch das ganze Haus verlegt werden müssen, sowie Heizkessel, Warmwasserspeicher und die Heizkörper, die angeschlossen werden müssen. Hierfür entstehen Montage- und Materialkosten und Arbeitslöhne für Handwerker. Bei der Infrarotheizung ist je nach Modell (Wand-, Decken-, Stand- oder hängendes Gerät) kein oder nur ein minimaler Installationsaufwand nötig. Die Kosten für die Montage liegen also im Vergleich deutlich unter den Kosten für die Montage anderer Heizsysteme.
Auch die Beständigkeit der Infrarotheizungen ist im Vergleich zu anderen Heizsystemen sehr positiv. Die meisten Heizsysteme müssen regelmäßig gewartet werden, damit die Leistung erhalten bleibt. Hierfür fallen nicht unerhebliche Kosten für die Reparatur und die Wartung an, die bei langfristiger Planung mit einzubeziehen sind. Die Infrarotheizung gilt allgemein als sehr kostengünstig in diesem Bereich. Sie hat eine lange Lebensdauer und muss nicht gewartet werden, da sie einen sehr simplen Aufbau hat und die wenigen Komponenten unanfällig für Schäden sind.
Infrarotheizung als Ergänzung zu anderen Heizsystemen einbauen
Besonders in Altbauten bietet die Infrarotheizung eine gute Ergänzung zu bereits bestehenden Heizsystemen. Bei der Erweiterung innerhalb eines bereits bestehenden Heizsystems wird es meist schwierig neue Rohre zu verlegen, da dies zeitaufwändig und teuer ist. Eine Alternative bietet hier die Infrarotheizung, die weitere Räume in Kombination mit dem ursprünglichen Heizsystem beheizen kann, und das einfach an der Steckdose. Der geringe Montageaufwand und die niedrigen Anschaffungskosten locken Bauherren und Immobilienbesitzer. Die geringen Wartungskosten gleichen die relativ hohen Betriebskosten aus und sprechen für die Infrarotheizung. Aber auch bei dem gelegentlichen Heizen von Räumen ist die Infrarotheizung eine gute Alternative. Die geringe Zeit zum Vorheizen und der individuelle Einsatz des Systems ist vorteilhaft, um bestimmte Räume nur selten oder zu bestimmten Anlässen zu beheizen.
Infrarotheizung als alleiniges Heizsystem einbauen
Im Neubau ist das alleinige Heizen mit einer Infrarotheizung kein Problem. Die moderne Dämmung, die beim Bau eingebaut wird, sorgt für ausreichend Wärme in den Räumen. Im Altbau sieht das ganze schon etwas anders aus. Hier lohnt sich die Infrarotheizung als alleiniges Heizsystem nur unter bestimmten Voraussetzungen, damit die Wärme nicht verloren geht, muss das Gebäude eine bestimmte Dämmung besitzen. Je besser die Dämmung des Gebäudes, desto lukrativer ist der Einsatz der Infrarotheizung. Bei einer Renovierung und Sanierung eines Altbaus ist es kein Problem die Dämmung zu verstärken und eine Infrarotheizung zu installieren.
Vorteile der Infrarotheizung
Die Infrarotheizung ist eine lohnenswerte Alternative gegenüber anderen, herkömmlichen Heizsystemen und bietet bei Alt- wie Neubauten einige Vorteile.
Schnelles Wärmegefühl im ganzen Raum trotz geringer Temperaturen
Die Infrarotheizung erwärmt Räume nicht durch die Luft, sondern indem Infrarotstrahlen den Körper direkt erwärmen. Der Körper speichert diese Wärme und trägt sie mit sich herum, wodurch die Wärme im gesamten Raum als gleich empfunden wird. Durch die Wärmespeicherung im Körper reichen geringe Raumtemperaturen aus, um angenehme wohlfühl Temperaturen zu erzeugen.
Gesundes Raumklima für Allergiker
Die Infrarotheizung wirbelt anders als herkömmliche Heizsysteme keinen Staub auf, wodurch die Staubkonzentration in der Luft gering bleibt. Für Staub-, Tierhaar- aber auch Pollen Allergiker ist die Luft einfacher zu atmen und auch Asthmatiker können aufatmen. Eine Verbreitung von Allergiestoffen im Raum wird vermieden, was zu wenig Staubverbreitung und somit reinerer Luft führt.
Positive Wirkung auf den Körper
Die Infrarotheizung wärmt den Körper durch Strahlungswärme von IR-A Infrarotstrahlung. Diese Strahlung dringt einige Millimeter in unsere Haut ein und erhöht somit die Gewebetemperatur. Wir empfinden durch diese Technik eine angenehme Wärme, vergleichbar mit einem Sonnenbad. Durch die erhöhte Gewebetemperatur werden die Blutgefäße erweitert und die Durchblutung gefördert. Vergleichbar mit einer Rotlichtbehandlung können die Infrarotstrahlen verspannungslösend wirken und somit gesundheitsfördernd bei Muskelbeschwerden oder Rückenschmerzen sein.
Variable und vorteilhafte Kosten
Die Anschaffungskosten für eine Infrarotheizung sind sehr gering. Es werden lediglich die Heizpaneele benötigt und eine Steckdose. Im Vergleich zu anderen Heizsystemen wo viele Materialien und Montagekosten anfallen, ist die Infrarotheizung wohl die Preisgünstigste in der Anschaffung.
Beim Verwenden einer Infrarotheizung entstehen nur Heizkosten, wenn auch wirklich geheizt wird, also nur wenn sie eingeschaltet ist. Je weniger Heizwärme benötigt wird, desto geringer sind auch die Kosten die anfallen.
Da der Körper bereits geringe Strahlungswärme der Infrarotstrahlen als angenehm empfindet und diese speichert muss die Heizung nicht wie andere Modelle auf höchst Temperaturen laufen um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Die Betriebskosten können somit so gering wie möglich gehalten werden.
Da die Infrarotheizung aus wenigen und simplen Komponenten besteht die nicht anfällig für Störungen sind, hat die Infrarotheizung eine lange Lebensdauer und wenig Wartungskosten.
Nachteile der Infrarotheizung
Aber auch die Infrarotheizung birgt einige Nachteile, die von Immobilienbesitzern und Bauherren vor der Anschaffung bedacht werden müssen.
Hohe Kosten für Strom und Betriebskosten
Das Heizen mit Strom ist vergleichsweise eher teuer. Die Strompreise schwanken ständig, wodurch die Betriebskosten für eine Infrarotheizung ebenfalls variieren. Damit die Stromkosten so gering wie möglich bleiben, sollte die Immobilie eine gute Dämmung besitzen, damit möglichst wenig Wärme nach außen verloren geht.
Kohlendioxid-Emissionen und Umweltfreundlichkeit
Das Heizen mit Strom ist nicht umweltfreundlich. Es erzeugt sogar höhere Kohlendioxid-Emissionen als die herkömmlichen Heizsysteme. Durch die Kombination mit Ökostrom oder eine Photovoltaikanlage kann die Ökobilanz verbessert werden, jedoch besteht auch dann noch eine hohe Umweltbelastung.
Raumtemperatur schwer bestimmbar
Die Raumtemperatur ist schwer messbar, da sie vom eigenen Körper als wärmer empfunden wird, als sie in Wirklichkeit ist. Die Temperatur des Raumes ist also immer etwas niedriger als unser Empfinden. Es kann somit zwar die Temperatur des Raumes bestimmt werden aber nicht die Temperatur die wir empfinden.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/mehrfamilienhaus-mietshaus-geldanlage-innenstadt-koeln-altbau-historisch-denkmalschutz-vermieten.jpg6761200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-29 07:00:392018-11-29 07:00:39Infrarot Heizung – Altbau, Neubau und alle Vor- und Nachteile
Die Fußbodenheizung gehört zu den Flächenheizungen und wird in unterschiedliche Modelle unterschieden. Zum einen gibt es die elektrischen Systeme und zum anderen die Warmwasser-Heizsysteme. Die Idee, Räume mittels eines warmen Bodens zu beheizen ist jedoch nicht neu, denn schon die Römer wussten diese Vorzüge zu schätzen. Wie werden Fußbodenheizungen verlegt, wie viel kosten Sie und welche Vor- und Nachteile hat dieses Heizsystem wirklich?
Die Fußbodenheizung – Modelle, Funktionsweise & Einbaumöglichkeiten
Bei den Warmwasser-Fußbodenheizungen werden Heizschlangen im oder unter dem Estrich verlegt und das meist beim Bau des Hauses. Ein nachträglicher Einbau von Fußbodenheizungen ist aber auch möglich. Eine Variante ist die elektrische Fußbodenheizung, da sie als Netz direkt unter dem Bodenbelag verlegt wird aber auch andere Alternativen stehen zur Wahl.
Die Modelle – Nass- und Trockensystem & die elektrische Fußbodenheizung
Eine Fußbodenheizung kann mit dem sogenannten Nasssystem verlegt werden. Hierfür werden die Heizungsrohre oberhalb der Dämmschicht direkt im Estrich verlegt. Der Estrich wird in flüssiger Form um die Rohre herum gegossen, was dem System auch seinen Namen verleiht. Die Heizungsrohre werden direkt auf der Dämmschicht angebracht oder auf Verlegeplatten eingespannt. Hierfür sind im Handel mittlerweile verschiedenste Systeme zu erwerben, wie beispielsweise:
Trägerelementsystem
Tackersystem
Klemmschienensystem
oder das Noppenplattensystem
Beim Bau werden dem Estrich metallhaltige Zusatzpartikel zugeführt, damit die Wärmeleitung im Boden höher wird und die Wärme sich gleichmäßig verteilen kann.
Das Trockensystem funktioniert, wie der Name schon sagt ohne, dass eine Schicht Estrich gegossen werden muss. Hier werden die Rohre direkt unter den Bodenbelag in Schaumplatten installiert und anschließend mit Trockenplatten abgedeckt. Diese Methode eignet sich besonders gut für eine Nachrüstung, da das System nur eine geringe Aufbauhöhe erfordert und kein neuer Estrich gegossen werden muss.
Bei der elektrischen Fußbodenheizung werden die Heizkabel direkt unter dem Bodenbelag verlegt. Da dies ziemlich einfach ist, kann der Einbau oft einfach selbst vorgenommen werden und bedarf keinen fachkundigen Experten. Das System hat eine schnelle Reaktionszeit und sorgt schneller für Wärme als die anderen Systeme. Die elektrische Fußbodenheizung genießt zusätzlich den Vorteil, dass keine Wartung vorgenommen werden muss und sich die Kosten demnach recht niedrig halten. Nachteilig ist jedoch, dass die elektrische Fußbodenheizung höhere Betriebskosten aufweist.
Vor- und Nachteile des Warmwassersystems
Auch wenn das Warmwassersystem meist nur in Neubauten verwendet wird, ist es doch am meisten verbreitet. Auch wenn es sich noch in zwei verschiedene Verlegmethoden unterscheidet, bietet das gesamte System viele Vor- und Nachteile, die maßgeblich bei der Entscheidung sein können. Besonders für Bauherren ist eine Gegenüberstellung der wichtigsten Punkte nützlich um Entscheidungsprozesse zu festigen.
Vorteile eines Warmwassersystems
Betrieb mit Niedertemperatur
Das Warmwassersystem wird mit niedrigen Temperaturen betrieben, hierfür wird eine Vorlauftemperatur von ca. 35 Grad angegeben. Das Wasser muss also nicht stark erhitzt werden, wobei Energie eingespart werden kann. Durch die Niedertemperatur wird zudem eine Kombination mit erneuerbaren Energien, wie einer Wärmepumpe möglich.
Warme Füße im ganzen Haus
Besonders im Winter ist dieser Vorteil ein wahrer Luxus, denn mollig warme Füße im ganzen Haus tragen enorm zum wohl befinden bei und steigern die Gemütlichkeit.
Individuelle Raumgestaltung
Bei der Gestaltung des Raumes sind mit einer Fußbodenheizung mehr Möglichkeiten gegeben, denn kein Heizkörper, der nicht durch ein Möbelstück blockiert werden darf, steht an einer störenden Stelle.
Angenehme Strahlungswärme
Die Fußbodenheizung funktioniert über Strahlungswärme, denn ganze 2/3 der abgegebenen Wärme von Fußbodenheizungen ist Strahlungswärme. Diese wird im Allgemeinen als sehr angenehm gegenüber der normalen Wärme von Radiatoren empfunden.
Geeignet für Allergiker
Die Fußbodenheizung ist besonders geeignet für Allergiker und Asthmatiker, denn es wird keine Luft aufgewirbelt und somit ist die Staubkonzentration in der Luft sehr viel geringer. Zudem ist die Luft weniger trocken und angenehmer einzuatmen.
Wärmegefühl bei niedrigen Raumtemperaturen
Durch die Strahlungswärme und der regelmäßigen Verteilung der Wärme im Raum werden niedrigere Raumtemperaturen (circa 2–3 Grad weniger) als wärmer empfunden. Die Heizung muss somit nicht so hoch gestellt werden und Heizkosten werden gespart.
Regelmäßige Wärme
Da die Wärme von der gesamten Bodenfläche abgegeben wird und nicht nur durch einen Heizkörper im Raum, verteilt sich die Wärme sehr regelmäßig im Raum und unangenehme Zugluft wird vermieden.
Nachteile eines Warmwassersystems
Anpassung der Raumtemperatur
In großen Räumen dauert es seine Zeit, bis der ganze Raum eine gewisse Temperatur erreicht hat. Ein schnelles aufheizen ist mit der Fußbodenheizung also nicht möglich. Systeme, die direkt im Estrich verlegt sind, sind träger hinsichtlich der Regelfähigkeit. Temperaturänderungen sind also ein längerer Prozess, da sich die Raumtemperatur anpasst.
Änderung am Heizsystem
Im Nachhinein ist eine Änderung des Heizsystems beinahe nicht mehr möglich. Je nach Modell gibt es Unterschiede, doch besonders die im Estrich verlegten Systeme können nicht mehr entfernt werden.
Einbau- und Wartungskosten
Eine Fußbodenheizung kostet im Durchschnitt etwas mehr als der Einbau eines gewöhnlichen Heizsystems. Hier kommt es aber stark auf das Modell und die individuellen Beschaffenheit der Immobilie an.
Fußbodenheizungen nachträglich einzubauen ist leichter als man denkt, denn moderne Techniken erlauben es, die Heizungsrohre in den harten Estrich einzusetzen. Hierfür werden Fräsverfahren verwendet, die die Kanäle für die Heizungsrohre in den vorhandenen Estrich einfräsen. Für Renovierungen und Sanierungen bietet die Fußbodenheizung, also ebenfalls eine Alternative zu weiteren Heizsystemen. Worauf muss aber geachtet werden, wo ist das Verfahren anwendbar und wie Leistungsstark sind die nachträglich eingebauten Fußbodenheizungen wirklich?
Bislang war die Verlegung einer Fußbodenheizung bei einer Renovierung so gut wie unmöglich und war nur bei einer Neuverlegung des Estriches denkbar. Da der Estrich bei einer Renovierung aber nur selten ausgetauscht wird und eine komplette Entfernung und Neuverlegung zu Aufwendig und kostspielig ist, wurde eine neue Technik entwickelt, die Fußbodenheizung in bereits vorhandenen Estrich zu integrieren. Diese Technik ist in allen Gebäuden anwendbar, ob Altbau oder Neubau. Die Vorteile, die eine Flächenheizung mit sich bringt können also auch in älteren Gebäuden genutzt werden.
Der Einbau – schnell und Staubarm trotz Frästechnik
Bei frischem Estrich werden die Heizelemente zuerst verlegt und dann der Estrich gegossen. Aber auch der nachträgliche Einbau gestaltet sich einfach. Zuerst werden die Kanäle gefräst und dann die Heizschlagen verlegt anschließend wird der Estrich in die restlichen Lücken gefüllt. Durch diese Technik bleibt die Bodenbelagshöhe erhalten und Türen müssen nicht aufwendig angepasst werden. Für das Fräsverfahren eignet sich so gut wie jeder Estrich von Trockenestrich bis Beton. Sollte das Fräsen dennoch nicht funktionieren kann mit Trockenestrichplatten ausgeholfen werden. Nach dem Austrocknen kann der weitere Bodenbelag direkt verlegt werden und die Fußbodenheizung kann in Betrieb genommen werden.
Die Risiken – weitere Kosten und Probleme
Wenn alles ohne Probleme abläuft, dauert das nachträgliche Verlegen der Fußbodenheizung nur ein bis zwei Tage und ist recht kostengünstig. Hierfür muss aber beispielsweise die Voraussetzung gegeben sein, dass der Estrich glatt und sauber ist. Besonders bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten kann es aber dazu kommen, dass der alte Bodenbelag nicht restlos entfernt werden kann oder andere Komplikationen auftreten. Sollte dieser Fall eintreffen müssen Sie mit weiteren Kosten für das Glätten und ausgleichen des Bodens rechnen.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/koeln-nrw-immobilie-vorstadt-stadtteil-mehrfamilienhaus-6-parteien-haus-eigentumswohnung-teileigentum-kaufen.jpg8081200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-28 07:00:192018-11-28 07:00:19Warme Füße & angenehmes Raumklima – die Eigenschaften der Fußbodenheizung
Wer sich in seiner Immobilie für eine Gasheizung entscheidet, wird mit vielen Begriffen konfrontiert, die schnell für Verwirrung sorgen können. Gasthermen, Brennwert-Thermen oder auch Gas-Durchlauferhitzer sind nur einige Beispiele. Wie gehen Sie am besten an die neue Gasheizung heran und wie wichtig ist eigentlich die richtige Gastherme für Ihre Gasheizung?
Die Gastherme – Funktionsweise, Modelle & die wichtigsten Fakten
Der Begriff Gastherme weist einige Schwierigkeiten auf, da er als Fachbegriff nicht eindeutig definiert ist. Das Wort hat sich eher Eingebürgert und fasst im Allgemeinen alle wandhängenden Geräte zusammen. Diese Geräte können aber erneut nach Ihren Funktionsweisen unterschieden werden. Es gibt sogenannte Durchlauferhitzer, die nur als Warmwasseraufbereitung fungieren aber auch andere Geräte, die als Heizkessel genutzt werden können und meist unter dem Begriff Kombi-Therme aufgeführt sind.
Keyfact 1 – Gasthermen können mit und ohne Wasserspeicher funktionieren sie sind also variabel und individuell einsetzbar
Keyfact 2 – Gasthermen sind mit erneuerbaren Energien kombinierbar und mit Biogas umweltfreundlich
Keyfact 3 – Wand hängende Gasthermen sind klein, kompakt und praktisch Sie eignen sich perfekt für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen
Die Funktionsweise – wie arbeitet eine Gastherme?
Gasthermen haben eine modulierende Arbeitsweise, sie arbeiten also leistungsmodulierend. Die Brenner-Leistung der Therme wird also immer an den aktuellen Bedarf des Haushaltes angepasst. Liegen niedrige Außentemperaturen vor, so arbeitet die Gastherme meist auf voller Leistung. In Übergangsmonaten kann die Leistung auf 40 bis 50 % gesenkt und so Energie eingespart werden. Eine weitere Möglichkeit ist eine Kombination mit einer elektronisch geregelten Umwälzpumpe. Bei dieser Anwendung kann die Modulationsbreite zwischen 20 und 100 % liegen, was den Gasverbrauch enorm senkt.
Moderne Gasthermen werden zudem mit Brennwert-Technik gebaut. Die Wärme, die im Abgas vorhanden ist, wird also genutzt und nicht verschwendet. Zudem ist bei einer Gastherme kein normaler Schornstein nötig. Die Abgase werden durch die Brennwert-Technik so stark abgekühlt, dass sie durch eine Abgasleitung mit geringem Durchmesser abgeleitet werden können. Diese Leitung kann aus Kunststoff oder Edelstahl bestehen, da die Materialien ausreichen korrosionsbeständig sind. Bereits vorhandene Schornsteine können nicht genutzt werden, jedoch kann die Abgasleitung durch diese hindurch verlegt werden.
Kombi-Thermen erzeugen sowohl Heizungswasser als auch Warmwasser zur Nutzung im Haushalt. In solchen Thermen ist eine Heizungssteuerung integriert, die dann umschaltet, wenn ein Warmwasserhahn an einer Zapfstelle aufgedreht wird. Das warme Wasser wird dann dahin umgeleitet, wo es gebraucht wird. Aber auch diese Technik hat einen Nachteil. Das warme Wasser kann nicht sofort an der benötigten Stelle zur Verfügung gestellt werden, da die Umschaltung und Umleitung einen Moment dauert. Es strömt also zunächst kaltes Wasser aus dem Hahn, bevor das warme ankommt. Um diesem Nachteil entgegenzuwirken, kann ein Kleinstspeicher mit einem Fassungsvermögen von fünf bis zehn Litern installiert werden, der in solchen Situationen für sofort warmes Wasser sorgt.
Gastherme oder Gasheizkessel – Merkmale, Unterschiede & Funktionsweisen
Die Gastherme zeichnet sich dadurch aus, dass sie weder einen integrierten noch einen separaten Wasserspeicher besitzt. Das Heizungswasser wird hier in einem Rohr an dem Gasbrenner vorbeigeführt und somit erhitzt. Bei einem Gasheizkessel befindet sich ein Wasserspeicher im Inneren, in dem durchgehend eine große Menge an Wasser von dem Gasbrenner erhitzt wird. In beiden Modellen sind allerdings alle sonstigen Komponenten gleichermaßen enthalten wie die Umwälzpumpe, die Steuerung und die notwendigen Ausdehnungsgefäße. Beide Modelle haben ebenfalls viele Vor- und Nachteile, die je nach individuellen Gegebenheiten ausschlaggebend für die Entscheidung sein können.
Eine Gastherme kann entweder für die Warmwasseraufbereitung verwendet werden oder kombiniert wobei zusätzlich der Heizungsbetrieb möglich wird. Egal, für welches Modell Sie sich entscheiden, die Erwärmung des Wassers geschieht immer auf die gleiche Weise. Da die Gastherme keinen Wasserspeicher besitzt, wird das Wasser durch ein Rohr an dem Gasbrenner vorbeigeleitet, wo es sich erhitzt. Der große Vorteil, der sich durch diese Technik entwickelt hat ist, dass immer nur dann warmes Wasser zubereitet wird, wenn welches benötigt wird. Während eine Gastherme immer einen großen Wasserspeicher voll mit warmem Wasser bereitstellt, produziert die Gastherme nur dann Wasser, wenn es gebraucht wird. Dies spart nicht nur Energie, sondern senkt auch das Legionellenrisiko enorm. Wie viel Warmwasser aber von einer Gastherme produziert werden kann, hängt im Allgemeinen von der Leistung der Gastherme ab.
Daraus ergibt sich folgende Situation: Ein Heizkessel in einem Mehrfamilienhaus wird für alle Wohnungen installiert und das Warmwasser wird dezentral zur Verfügung gestellt. Hier werden zusätzlich elektrische Durchlauferhitzer verwendet, obwohl sich eine Gastherme als Alternative sehr anbietet.
Hängen oder Stehen – welches Modell eignet sich für Ihre Immobilie
Die Gasthermen sind in unterschiedlichsten Modellen erhältlich. Eine wesentliche Entscheidung betrifft auch den zukünftigen Ort, an dem sich die Therme befinden soll. Damit individuell auf Wünsche eingegangen werden kann, gibt es sowohl Modelle, die an der Wand hängen als auch Modelle die auf dem Boden stehen können. Diese Modelle bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Die Bodenstehende Gastherme – hoher Platzbedarf & großer Leistungsbereich
Bei dem Ersatz eines alten Gaskessels gegen eine neue Brennwerttherme liegt es nahe, den vorher benötigte Platz erneut zu verwenden, um die neue Gastherme auf dem Boden zu installieren. Dies ist nicht nur günstig, da sich der Installationsaufwand sehr gering hält – da Gasleitungen etc. nicht neu verlegt werden müssen – sondern auch, weil die einzelnen Komponenten leichter zugänglich sind und somit eine einfache Wartung ermöglichen. Die auf dem Boden installierten Gasthermen haben einen höheren Platzbedarf und benötigen circa 2–3 m² Platz, jedoch ist dieser Platz vom Vorgänger-Modell sowieso vorhanden und wird somit einfach neu genutzt. Bodenstehende Gasthermen haben zudem einen weiteren großen Vorteil denn der Leistungsbereich ist bei diesem Modell deutlich höher, als bei dem kompakteren Modell an der Wand. Diese Gastherme eignet sich daher besonders gut für Mehrfamilienhäuser oder Haushalte mit einem großen Leistungsbedarf.
Die wand hängende Gastherme – platzsparend & preiswert
Wandhängende Gasthermen benötigen im Vergleich viel weniger Platz als die bodenstehenden Modelle. Für eine Wandhängende Gastherme wird nur circa ein halber Quadratmeter Grundfläche (Bodenfläche unter dem Gerät) benötigt. Sie sind daher sehr variabel und könne sogar in Küchenzeilen, Schranknischen, dem Dachboden aber auch in Kellerräumen einfach installiert werden. Je nach dem für welches Modell Sie sich entschieden, müssen sie allerdings auch den Platz für den Wasserspeicher zusätzlich berechnen. Dies kommt beispielsweise in der Kombination mit einer Solarthermieanlage zum Einsatz. Ein weiterer Vorteil der wandhängenden Geräte ist der geringe Anschaffungspreis. Die kleinen kompakten Geräte sind vergleichsweise sehr preisgünstig neben dem größeren bodenstehenden Modellen. Das wandhängende Modell eignet sich daher besonders gut für Ein- und Zweifamilienhäuser aber auch für Eigentumswohnungen. Der Leistungsbereich ist hier zwar niedriger als bei dem bodenstehenden Modell, reicht jedoch völlig für den Einsatzbereich aus. Der Installationsaufwand der Modelle ist sehr gering, die Geräte sind leicht transportierbar und vor allem preiswert.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/rechner-immobilien-finanzen-kostenlos-app-haus-mehrfamilienhaus-berlin-kapitalanlage.jpg12801920Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-27 07:00:562018-11-27 07:00:56Wärme durch Gas – die Gastherme und ihre Eigenschaften
Um die eigenen vier Wände zu beheizen, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten. Von den herkömmlichen Methoden mit Gas und Öl bis hin zu Alternativen mit erneuerbarer Energie. Zu den erneuerbaren Energien, mit denen heizen möglich wird, zählt die Wärmepumpe. Was genau macht eine Wärmepumpe aber, wie funktioniert sie und ist sie in der Anschaffung preisgünstiger als herkömmliche Heizsysteme?
Effizientes Heizen mit Umweltenergie – die Wärmepumpe macht es möglich
Die Wärmepumpe ist eine der neusten erneuerbaren Energien, die zum Heizen von Gebäuden verwendet werden kann. Neben Solarenergie und den umweltfreundlichen Alternativen mit Biogas und Bioheizöl bietet die Wärmepumpe eine CO2-neutrale Variante für Bauherren und Immobilienbesitzer.
Funktionsweise – so arbeitet die Wärmepumpe
Die Wärmepumpe nutzt die bereits in der Umwelt gespeicherten thermischen Energien, um diese in nutzbare Wärme zum Heizen umzuwandeln. Das Besondere an dieser Technik ist, dass hier nichts verbrannt wird, wie bei Holz-, Gas- oder Ölheizungen, sondern ein technischer Prozess die thermischen Energien in Wärme umwandelt. Das Prinzip ist dasselbe, wie bei einem Kühlschrank. Thermische Energie mit geringen Temperaturen sollen auf ein höheres Niveau angehoben werden. Bei der Wärmepumpe funktioniert es nur andersrum. Die Umweltwärme kann somit nicht nur im Heizungssystem verwendet werden, sondern auch um Warmwasser für den Haushalt bereitzustellen.
Die Energiequellen der Wärmepumpe – Luft, Erde & Wasser
Die Wärmepumpe nutzt unterschiedliche Energiequellen, um Wärme zu erzeugen. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe verwendet die Energiequelle Erde, die Wasser-Wasser-Wärmepumpe verwendet die Energiequelle Wasser und die Luft-Wasser-Wärmepumpe verwendet die Luft als Energiequelle. Welche Wärmepumpe für Ihre Immobilie am besten geeignet ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren, besonders aber von dem Standort der Immobilie ab.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe – thermische Energie aus der Luft
Die Energiequelle Luft ist von der Wärmepumpe am einfachsten zu verwenden. Die Wärmepumpe arbeitet mit einem einfachen System, dass die Luft ansaugt und ausbläst. Hierfür verwendet die Wärmepumpe die Außenluft, die immer vorhanden ist und somit zu den erneuerbaren Energien zählt. Aber auch wenn die Wärmepumpe mit Außenluft arbeitet, kann sie im Inneren des Hauses platziert werden. Sie verwendet dann Kanäle, um Luft von außen anzusaugen. Aber auch ein Aufstellen der Anlage im Außenbereich der Immobilie ist möglich. Es sind keine Kanäle notwendig, da die Anlage direkt die in der Umgebung liegende Luft nutzt. Wichtig bei einer Wärmepumpe, die mit Luft arbeitet ist jedoch, dass sie im Winter immer von Frost befreit bleibt. Da die Anlage hier mit Lufttemperaturen unter dem Nullpunkt arbeiten muss, wird es demnach immer schwerer die kalte Luft in nutzbare wärme zu verwandelt. Je kälter die Luft, desto schwerer also die Umwandlung. Um die Effizienz der Wärmepumpe so hoch wie möglich zu halten, befreien Sie diese regelmäßig von Frost und achten Sie auf eine entsprechende Wartung.
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe – Energiequelle Erde
Auch in der Erde ist thermische Energie gespeichert, die sich die Sole-Wasser-Wärmepumpe zunutze macht, um Wärme zum Heizen zu erzeugen. Hierfür werden Rohrleitungen in das Erdreich installiert, in denen ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel zirkuliert. Die Flüssigkeit, die auch Sole genannt wird, entzieht der Erde die Wärme und transportiert diese zur Wärmepumpe, die sie in das Heizsystem einschleust. Jeder Meter Erdreich bietet thermische Energie von circa 50 Watt, die die Sole-Flüssigkeit ihm entziehen kann. Für ein normales Gebäude sind im Schnitt circa 150 Tiefenmeter nötig, die sich allerdings auf mehrere Bohrungen aufteilen lassen. Je nach individuellen Gegebenheiten der Immobilie lassen sich Tiefbohrungen oder Flachkollektoren einbauen lassen. Die Tiefenbohrungen gehen bis zu 100 Meter tief in den Boden und bedürfen demnach Sondergenehmigungen und sind auch nicht in jedem Gebiet zulässig. Bei dieser Methode werden dann Kunststoffrohre (Sonden) in den Boden installiert.
Sollte diese Variante technisch oder rechtlich nicht möglich sein, kann die Variante der Flachkollektoren verwendet werden. Hier werden ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung in 1,50 m Tiefe Rohre verlegt, die pro Quadratmeter 25 Watt entziehen können. Ein modernes Einfamilienhaus benötigt circa 350 Quadratmeter Rohre, um die Beheizung zu gewährleisten. Der große Vorteil gegenüber der Luft-Wasser-Wärmepumpe ist, dass die Wärme ganzjährig ohne Einbuße gewonnen werden kann. Diese Tatsache erhöht die Effizienz der Wärmepumpe und senkt dadurch die anfallenden Stromkosten.
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe – thermische Energie im Grundwasser
Auch im Grundwasser finden sich thermische Energien, die zur Wärmegewinnung genutzt werden können. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe hat eine relativ einfache Funktionsweise, denn sie verfügt über zwei Brunnen, die das Grundwasser zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe transportieren und wieder zurück. Die Brunnen müssen dabei in Fließrichtung des Grundwassers mit einem Mindestabstand installiert werden, damit vermieden wird, dass das bereits abgekühlte Grundwasser wieder in das Heizgerät gelangt.
Vor der Installation einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe muss jedoch das Grundwasser geprüft werden. Eine gute Wasserqualität ist Voraussetzung für den Einbau, denn chemische Inhaltsstoffe können den Wärmetauscher stark belasten und somit die Effizienz enorm einschränken. Zudem ist die Nutzung des Grundwassers in einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe genehmigungspflichtig und nicht überall erlaubt. Die thermische Energie, die aus dem Grundwasser genutzt werden kann ist aber die ganzjährig konstanteste, da die Temperaturen im Grundwasser keinen großen Schwankungen unterliegen. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe zählt zu den effektivsten Varianten der Wärmepumpe.
Die Kosten für eine Wärmepumpe – Anlage, Betrieb und Energiequelle
Die Kosten, die bei der Installation einer Wärmepumpe anfallen unterscheiden sich im Allgemeinen in drei Bereiche. Die Kosten für die Energiequelle, also die Gewinnung der thermischen Energie aus der Luft, der Erde oder dem Wasser, die Kosten für die Anlage selbst und die Kosten für den Betrieb und die Wartung. Je nachdem, welche Anlage für Ihre Immobilie infrage kommt, unterscheiden sich die Kosten je nach Modell und Anlage.
Kosten für die Gewinnung der Umweltenergien aus Luft, Erde oder Wasser
Die Wahl, aus welcher thermischen Energie die Wärme gewonnen werden soll, entscheidet maßgeblich die Kosten. Eine Luft-Wärmepumpe benötigt beispielsweise kaum weitere Technik, während bei einer Sole-Wärmepumpe auch die Bohrungen und die zusätzlichen Materialien bezahlt werden müssen. Die Kosten für einen Meter Tiefbohrung belaufen sich auf circa 60 bis 80 Euro, während ein Quadratmeter Flächenkollektor kosten von 10 bis 20 Euro in Anspruch nehmen. Die Wasser-Wärmepumpe fordert ebenfalls Kosten für die Bohrung ein, denn die beiden Brunnen müssen bis zum Grundwasser und zurück verlegt werden. Die Kosten belaufen sich hier auf etwa 5000–6000 Euro für beide Brunnen. Je nach Beschaffenheit der Umwelt und Lage der Immobilie können die Preise aber auch abweichen. Ein genaues Angebot kann nur von einem Spezialisten gemacht werden.
Kosten für die Wärmepumpe selbst
Die Wärmepumpe selbst besteht unabhängig von der Energiequelle selbst aus den gleichen Komponenten und kann mit allen drei Möglichkeiten kombiniert werden. Je nach Größe entstehen bei der Installation kosten von 8000 bis 12000 Euro. Der Einbau einer Wärmepumpe kann jedoch durch verschiedene Förderungen bezuschusst werden. Auch hier gilt wieder, je nach benötigter Größe und individuellen Gegebenheiten der Lage können die Preise variieren. Für präzise Preise fordern Sie ein Angebot bei einer Fachfirma an.
Kosten für den Betrieb der Wärmepumpe
Alle Wärmepumpen arbeiten elektrisch und benötigen Strom um die thermischen Energien in Wärme umzuwandeln. Die Höhe dieser Betriebskosten ist aber sehr variabel. Sie hängen von der gewählten Energiequelle, dem energetischen Stand der Immobilie und der Art der Wärmeübertragung in die verschiedenen Räume ab. Eine genaue Preisangabe ist hier also nicht möglich und muss für jede Immobilie individuell errechnet werden.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/bargeld-besichtigung-bauplan-klemmbrett-trinkgeld-maklerin.jpg8011200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-26 07:00:422018-11-26 07:00:42Die Wärmepumpe – heizen mit erneuerbaren Energien
Das Thema Heizung ist nicht nur für Bauherren interessant, sondern auch für Immobilienbesitzer. Heizungen sind nämlich nicht nur notwendig in einer Immobilie, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Welche Heizungstypen gibt es, wie müssen diese gewartet werden und gibt es gesetzliche Fördermittel für den Bau von bestimmten Heizungstypen oder müssen die Kosten komplett vom Inhaber übernommen werden?
Heizungssysteme – Solaranlagen, Öl- und Gasheizungen oder doch die Wärmepumpe
Bei der Entscheidung über ein Heizungssystem müssen einige Dinge beachtet werde, denn es gibt große Unterschiede. Je nach Immobilie muss individuell entschieden werden, welches System sich am besten eignet, um die gesamte Immobilie effizient zu heizen. Die Systeme unterscheiden sich aber nicht nur in der Umweltfreundlichkeit, sondern auch in Effizienz und Preis.
Solarthermie – heizen mit erneuerbaren Energien
Die Solarthermie bezeichnet den Prozess bei dem Sonnenenergie in nutzbare Wärme umgewandelt wird. In Wohnimmobilien wird die produzierte Wärme meist zur Warmwasseraufbereitung oder als Heizung verwendet. Je nach Standort und Gegebenheiten der Immobilie kann mit diesem System die bisher verwendete Heizung vollständig ersetzt werden. Die Solarzellen können Warmwasser von bis zu 50 bis 65 Prozent ersetzen und somit auch den Großteil des jährlichen Bedarfs an Warmwasser abdecken.
Die Solarzellen auf dem Dach haben eine besondere Funktionsweise. Sogenannte Absorber fangen die Wärme der Sonne auf und geben diese an Rohre weiter, in denen eine Wärmeträgerflüssigkeit verläuft. Diese erwärmt sich und verläuft zu einem Warmwasserspeicher im Gebäude, bei dem über einen Wärmeaustausch die Wärme der Wärmeträgerflüssigkeit auf das Wasser im Speicher übertragen wird. Das warme Wasser aus dem Speicher kann nun direkt im Haus genutzt werden, sowohl zum Heizen als auch als Warmwasser. Die Wärmeträgerflüssigkeit fliest zurück zu den Solarzellen, um erneut erwärmt zu werden. Das Wasser im Speicher kann durch diese Technik auch ohne direkte Sonneneinstrahlung verwendet werden.
Ergänzend zu einer Solaranlage eignet sich eine Photovoltaikanlage. Diese nutzt ebenfalls die Sonnenenergie, jedoch wird die Energie nicht in Wärme, sondern in nutzbaren Strom umgewandelt. Beide Anlagen zusammen befreien den Besitzer also von der Abhängigkeit von großen Energiekonzernen, denn er kann nun sowohl die Wärme als auch den Strom im Eigenheim selbst produzieren. Bei guter Lage des Hauses muss der Besitzer gar nicht mehr auf fremd produzierte Wärme oder Strom zurückgreifen. Erfahren Sie mehr zum Thema Solar- & Photovotaikanalgen!
Förderung für Solarthermie
Die Förderung von Solarthermie wird in verschiedenen Bereichen bezuschusst. Die erste Anlaufstelle für zukünftige Solarthermie-Besitzer sollte die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) sein. Die Förderkonditionen sind hier wie folgt:
Im Bereich von Ein- und Zweifamilienhäusern kann eine Pauschale für den Bau einer Solaranlage von 2.000 Euro beantragt werden, die sowohl zur Warmwasseraufbereitung als auch zur Heizungsunterstützung dienen. Diese Pauschale gilt für Solaranlagen bis 14 Quadratmeter. Bei einer Größe von 15 bis 40 Quadratmetern werden 140 Euro pro Quadratmeter an Bruttokollektorfläche gewährt.
Eine Erweiterung von schon bestehenden Anlagen werden mit 50 Euro pro Quadratmeter an Bruttokollektorfläche gefördert
Solaranlagen die ausschließlich zur Warmwasserbereitung verwendet werden, können mit 50 Euro pro Quadratmeter an Bruttokollektorfläche gefördert werden, solange die Fläche im Bereich von 3 bis 40 Quadratmetern liegt. Die Maximalförderung pro Anlage sind 500 Euro.
Zusätzlich werden bestimmte Boni angeboten, wie Beispielsweise eine Bezuschussung beim Austausch von defekten Teilen oder auch zusätzlichen einbauten, wie einer Wärmepumpe oder ähnlichem.
Die Förderung im Bereich Solarthermie geht aber noch weiter und auch verschiedene Banken bieten besondere Konditionen bei Kreditaufnahme für den Bau von Solarthermieanlagen an. Je nach individuellem Fall gilt es sich hier aber direkt beim Anbieter zu informieren und individuelle Angebote einzuholen.
Gasheizung – heizen mit Erdgas, Flüssiggas oder Biogas
Die Gasheizung ist die wohl am weitesten verbreitetste Heizungsart in Deutschland und das auch zu Recht, denn das System bietet viele Vorteile. Moderne Technik, Effizienz und preiswerte Angebote zeichnen die Gasheizung aus. Zudem sind sie einfach mit erneuerbaren Energien zu kombinieren, Platzsparend und lassen sich leicht bei Modernisierung und Sanierung einbauen.
Die Brennwert-Gasheizungen sind die momentan technisch besten auf dem Markt, sie lösen die Konstantkessel ab, die schon beinahe gar nicht mehr vorhanden sind und auch gegenüber Niedertemperatur-Gasheizungen gibt es einige Vorteile. Die Brennwert-Gasheizungen nutzen nämlich nur den Heizwert von Erdgas und Flüssiggas bzw. Biogas und nutzen somit die Wärme des Abgases. Daraus ergibt sich eine sehr gute Effizienz und es werden Normnutzungsgrade von weit über 100 % erzielt. Zusätzlich zu diesen Vorteilen nimmt die Brennwert-Gasheizung nicht mehr Platz weg als andere und lässt sich somit sogar in kleine Nischen integrieren. Erfahren Sie mehr zum Thema Gasheizung und Gasthermen!
Bei all den Vorteilen darf aber nicht vergessen werden, dass auch Gas ein fossiler Brennstoff ist und somit schädlicher für die Umwelt ist als erneuerbare Energien. Jedoch ist Gas der Umweltfreundlichste fossile Brennstoff, da bei der Verbrennung nur wenig CO2-Emissionen entstehen und kein Ruß. Biogas gibt aber auch hier eine Alternative, da hier kein CO2 ausgestoßen wird.
Förderung für Gasheizungen
Auch für Gasheizungen gibt es bestimmte Förderprogramme, die sowohl den Einbau einer Gasheizung in einem Neubau als auch die Umstellung auf Gasheizung in älteren Immobilien fördern. Die Konditionen sind wie folgt:
Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert Gasheizungen nur indirekt. Immobilienbesitzer, die eine förderfähige Solaranlage zur kombinierten Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung einbauen, die erhalten bei gleichzeitigem Umstieg auf eine Gasheizung mit Brennwerttechnik einen sogenannten Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro
Auch Banken, wie die KfW fördern den Einbau von Gasheizungen in dem zinsgünstige Kredite zur Finanzierung von Gasheizungen vergeben werden. Hierzu zählen auch Modernisierungen aber auch Nebenkosten wie die für Heizkörper, Wärmedämmung und einbauten.
Das Programm Nummer 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ bezuschusst verschiedene Maßnahmen, wie den Einbau von Gasheizungen oder auch die Modernisierung der Heizungsanlage.
Ölheizung – heizen mit Heizöl oder Bioheizöl
Ölheizungen sind nach Gasheizungen die wohl am häufigsten vorkommenden Systeme in Deutschland. Die Funktionsweise ist einfach und funktioniert seit Jahrzehnten gleich. Der Brennstoff Heizöl wird über eine Ölleitung zur Heizung gepumpt dort versprüht und verbrannt. Die Wärme die bei diesem Vorgang entsteht wird genutzt, um Heizungswasser zu erwärmen und somit zu heizen. Die meisten dieser Komponenten finden sich im Heizkessel wieder, die mittlerweile kaum mehr als einen Quadratmeter Platz brauchen und je nach Modell sogar an die Wand gehängt werden können.
Ölheizungen bieten viele Vorteile für Immobilienbesitzer, denn die Ölheizung hat eine bewährte und zuverlässige Technik, die sich Jahrzehntelang bewährt hat. Zudem kann Heizöl bei Niedrigpreisniveau beschaffen werden und auf Vorrat gelagert werden. Ein Anschluss an Gas- oder Fernwärmenetz ist nicht notwendig, wodurch der Besitzer Unabhängigkeit von Energieversorgern ist. Die Verbrennung ist sehr sparsam und weist niedrige Emissionen auf. Auch für Umweltbewusste gibt es eine Lösung, denn Bioheizöl, dass aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, deckt die Anforderungen nach Anteil erneuerbarer Energien und eine Ölheizung lässt sich ebenfalls gut mit einer Solaranlage kombinieren.
Aber auch Nachteile sind anzuführen, denn Heizölpreise sind schlecht vorhersehbar und die Brennstoffkosten müssen vom Besitzer vorfinanziert werden. Zudem wird Platz im Keller benötigt, wo der Tank platz findet. Wer an Heizölkosten sparen will, muss sich zudem mit einem Ölgeruch im Keller abfinden, der nur durch Premiumheizöl mit Duftstoffen vermieden werden kann. Wer nicht mit Bioheizöl heizt, muss zudem wissen, dass bei der Verbrennung von Öl CO2-Emissionen entstehen.
Förderung für Ölheizungen
Die Förderungen für Ölheizungen sind niedriger als die der anderen Heizungssysteme, dennoch gibt es unterschiedliche Förderungen für Ölheizungen, die den Besitzern helfen sollen. Die Konditionen zur Förderung sind wie folgt:
Die KfW Bank fördert hier mit dem Programm 152 einzelne Maßnahmen, die eine höhere Energieeffizienz und eine Senkung der Energiekosten zur Folge haben. Nicht nur der Austausch der Ölheizung wird also gefördert, sondern auch der Einbau von hocheffizienten Zirkulationspumpe und einer Umwälzpumpe.
Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert Ölheizungen nur indirekt, wie auch Gasheizungen. Immobilienbesitzer, die eine förderfähige Solaranlage zur kombinierten Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung einbauen, erhalten bei gleichzeitigem Austausch der alten Heizung zu einer Ölheizung mit Brennwerttechnik einen sogenannten Kesseltauschbonus in Höhe von 500 Euro
Pelletheizung – heizen mit gepressten Holzresten
Eine moderne Pelletheizung ist sowohl für niedrige Brennstoffkosten, als auch für umweltfreundliches Heizen bekannt und ist somit den herkömmlichen Gas- und Ölheizungen einen Schritt voraus. Auch die Funktionsweise ist relativ einfach. Die Holzpellets werden mithilfe einer Zuführeinrichtung periodisch an die Brennkammer geliefert, die richtige Befüllung verläuft also vollautomatisch. Die Wärme, die durch das Verbrennen der Pellets entsteht, wird in einem separaten Kessel genutzt um das Wasser zu erhitzen. Somit kann sowohl die Heizung betrieben werden als auch die Warmwasseraufbereitung entstehen.
Die Kosten für die Brennstoffe einer Pelletheizung sind zwar deutlich günstiger als fossile Brennstoffe, wie Öl oder Gas, jedoch sind die Anschaffungskosten für Pelletheizungen deutlich höher und auch Wartungsarbeiten kosten hier mehr. Zudem benötigt dieses Heizungssystem deutlich mehr Platz als eine Gas- oder Ölheizung. Dafür glänzt die Pelletheizung mit einer hohen Umweltfreundlichkeit.
Förderung für Pelletheizungen
Die Förderung für Pelletheizungen ist außerordentlich gut. Auch hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedliche Voraussetzungen haben. Die Konditionen sind wie folgt:
Die KfW Bank fördert auch hier mit zinsgünstigen Krediten
Die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) möchte mit ihrer Bezuschussung den Einbau einer Pelletheizung so attraktiv wie möglich gestalten, daher bieten sie finanzielle Mittel des Marktanreizprogramms (MAP) an, die nicht zurückgezahlt werden müssen! Diese unglaublichen Konditionen bedürfen aber strenger Voraussetzungen, damit die Förderung möglich gemacht werden kann. Diese Voraussetzungen schließen nur Pelletkessel mit und ohne Pufferspeicher und Pelleteinzelöfen mit Wassertasche und Kombinationsöfen ein, die mit Holzpellets, Scheitholz oder Holzhackschnitzeln befüllt werden können.
Zusätzlich bietet die BAFA noch verschiedenste Boni an, die je nach individuellem Fall anzufragen sind
Wärmepumpe – heizen mit der Wärme der Umwelt
Ganz technisch ausgedrückt ist eine Wärmepumpe eine Anlage, die mit technischer Arbeit und zugeführter Arbeitsenergie die thermische Energie aus einem Medium mit niedrigen Temperaturen gewinnen kann. Das hört sich zuerst einmal ziemlich kompliziert an, das Prinzip der Wärmepumpe ist aber eigentlich ziemlich simpel. Die Wärmepumpe entzieht den verschiedenen Energiequellen Luft, Erde und Wasser Wärme und verwendet diese um Wasser für Heizzwecke zu erwärmen. Hierfür muss noch externer Strom zugeführt werden, jedoch bei weitem nicht so viel, wie für eine gewöhnliche Heizung nötig wäre.
Wärmepumpen haben zudem viele finanzielle Vorteile, denn die staatlichen Fördermöglichkeiten sind hier sehr hoch. Banken winken zudem mit günstigen Kreditkonditionen für Haushalte mit Wärmepumpen. Die wertsteigernde Funktion, die eine Wärmepumpe für eine Immobilie darstellt, ist zusätzlich ein Plus für den Besitzer. Wärmepumpen sind zudem äußerst Umweltfreundlich. Sie stoßen weder CO2-Emissionen aus, noch verwenden sie fossile Brennstoffe. Die Nachhaltigkeit ist wohl eines der größten Vorteile für Wärmepumpen, die nicht nur bei Immobilienbesitzer gut ankommen, sondern auch vom Staat vermehrt unterstützt werden. Erfahren Sie mehr über Wärmepumpen und den individuellen Einsatz in Ihrer Immobilie!
Förderung für eine Wärmepumpe
Die Förderungen für Wärmepumpen werden von der BAFA geregelt. Banken bieten zwar auch günstige Zinsen für Finanzierungen für Wärmepumpen an, die großen Zuschüsse kommen jedoch vom Staat. Effiziente Wärmepumpen mit einer Nennwärmeleistung bis 100 Kilowatt werden gefördert, wenn sie folgende Aufgaben erfüllen:
Kombination von Raumheizung und Warmwasser (nur Raumheizung, wenn Warmwasser durch andere erneuerbare Energien erzeugt wird)
Ausschließlich für die Raumheizung in Nichtwohngebäuden
Zur Bereitstellung von Prozesswärme und Wärme fürs Wärmenetz
Förderrichtlinien müssen erfüllt werden
Ausgeschlossen von einer staatlichen Förderung sind Luft/Luft-Wärmepumpen und andere Wärmepumpen, die ihre Wärme direkt an die Luft übertragen. Auch Wärmepumpen die ausschließlich Warmwasser produzieren, werden nicht gefördert.
BHKW – heizen und Stromerzeugen zugleich
Blockheizkraftwerke oder kurz BHKW sind dafür bekannt, Energie besonders effizient zu nutzen. Das System ist ziemlich einfach, denn ein BHKW produziert nicht nur thermische Energie, also Wärme, sondern auch elektrische Energie, also Strom und das gleichzeitig. Ökologisch ist die Parallelerzeugung von Strom und Wärme äußerst sinnvoll, da dadurch weniger Verluste auftreten.
Die Funktionsweise ist äußerst effektiv, denn das BHKW arbeitet mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Bei der Produktion von Strom entsteht Wärme, die normalerweise als Abwärme nicht weiter genutzt wird und somit verloren geht. Wird diese Wärme aber genutzt, spricht man von einem Heizkraftwerk. Diese BHKW-Anlagen eignen sich besonders gut für große Industrieanlagen, Krankenhäuser oder Universitäten, da die genutzte Wärme in Fernwärmenetze eingespeist werden kann oder für die Produktion in Industriebetrieben genutzt werden kann. Dieses Modell vereint den Motor, den Generator und den Wärmetauscher in einem schallgedämmten Gehäuse und verpackt somit kompakt alle benötigten Module in einem Block. Daher kommt auch der Name Blockheizkraftwerk.
Ein BHKW kann von so gut wie allen Antrieben betrieben werden und kommt mit fast jedem Kraftstoff aus. Von Otto- und Dieselmotoren über Dampf- oder Stirlingmotoren bis hin zu Gasturbinen oder Brennstoffzellen kann der BHKW fast jeden Antrieb nutzen. Die Kraftstoffe werden dann je nach Antrieb gewählt. Somit kann ein BHKW sowohl sehr umweltfreundlich sein und beispielsweise mit Biogas oder regenerativen Energien betrieben werden aber genauso umweltschädlich mit Erdöl funktionieren. Die Möglichkeiten sind also breit gefächert und individuell auf die Wünsche des Kunden abstimmbar.
Förderung für BHKW
Die Förderung für BHKW sind genauestens geregelt. Der Besitzer einer solchen Anlage kann den Strom, ähnlich wie bei Photovoltaikanlagen in das öffentliche Netz einspeisen und hierfür eine Vergütung erhalten. Die Konditionen für von der BAFA geförderte BHKW-Anlagen lauten wie folgt:
Das „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung“ regelt, dass Betreiber eines BHKW für den produzierten Strom einen Zuschlag erhalten. Dafür muss das BHKW aber bei der BAFA zugelassen sein
auch die KfW Bank bezuschusst ein BHKW mit günstigen Zinsen und guten Kreditkonditionen
Bauherren oder Immobilienbesitzer treffen bei Recherchen nach Heizsystemen immer wieder auf die gleichen Fachbegriffe. Was also steckt wirklich hinter Begriffen, wie Kraft-Wärme-Koppelung oder Brennwerttechnik und wie wichtig sind diese für das neue Heizsystem?
Heizungspumpe – das Herz der Zentralheizung
Das wohl wichtigste Element einer gängigen Zentralheizung ist die Heizungspumpe, auch Umwälzpumpe genannt. Sie arbeitet im Keller und sorgt dafür, dass immer genug warmes Wasser an die Heizkörper geleitet wird und somit das Heizen ermöglicht wird. Der Leistungswille besonders älterer Modelle sorgt allerdings für einen unnötig hohen Energieverbrauch und daraus resultierende hohe Energiekosten. Daher ist es durchaus sinnvoll ältere Modelle auszutauschen, da diese meist überdimensioniert sind und immer Hochleistung erbringen, auch wenn dies gar nicht nötig ist. Die älteren Modelle passen sich nicht dem eigentlichen Bedarf an und arbeiten daher oft auch im Sommer unnötig auf Hochtouren. Neue Modelle besitzen eine stufenweise oder automatische Regulierung und arbeiten daher nur dann auf Vollleistung, wenn es auch wirklich benötigt wird. Die Kosten senken sich somit Enorm und der Energieverbrauch ist nicht unnötig hoch.
Wann aber ist es nötig eine Heizungspumpe auszutauschen? Dies ist ganz einfach herauszufinden, indem Sie diese Tipps beachten:
Berechnen Sie, wie viel Watt Sie verbrauchen und gleichen Sie diesen Wert mit dem Leistungswert Ihrer vorhandenen Pumpe ab. Rechnen Sie pro Heizkörper circa 1–2 Watt. Ein Haushalt mit 10 Heizkörpern benötigt also eine Wärmepumpe mit der Leistungskraft von rund 20 Watt. Liegt der Leistungswert Ihrer Wärmepumpe deutlich über dem Wert, sollten Sie über eine Investition in eine neue Wärmepumpe nachdenken.
Überprüfen Sie die Energieklasse Ihrer Wärmepumpe. Je höher die Energieklasse, desto geringer ist der Stromverbrauch und desto höher ist das Energieeinsparpotential. Optimal ist eine Wärmepumpe der Klasse A, da diese am effizientesten arbeitet.
Suchen Sie sich zur Beratung einen Fachbetrieb und lassen Sie sich individuell beraten, ob der Einbau einer neuen Heizpumpe sinnvoll für Ihre Immobilie ist.
Kraft-Wärme-Kopplung – effiziente Nutzung der Energie
Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Kraft-Wärme-Kopplung die Gewinnung von Energie, also Strom durch Verbrennung, wobei die Abwärme zu Heizzwecken genutzt wird. Die Bewegungsenergie, die zum Antrieb eines Generators entsteht, wird zur Stromerzeugung genutzt. Die zur Verfügung stehende Abwärme wird dann Heizungsanlagen zugeführt. Diese Abwärme ist bei Großanlagen, wie Industriellen Anlagen so groß, dass ganze Stadtteile aber auch öffentliche Gebäude, wie Krankenhäuser damit versorgt werden können. Die Parallelerzeugung von elektrischer und thermischer Energie ist ökonomisch enorm sinnvoll, da sonst viel Energie ungenutzt bleibt.
Die Technik minimalisiert sich über die letzten Jahre enorm. Wo früher große Maschinen gebraucht wurden, stehen heute BHKW-Analgen die Kompakt in einer Box zusammengefasst sind und die gleiche Leistung erbringen. Mittlerweile gibt es auch Anlagen für Mehrfamilienhäuser, die Leistungen von circa 4kW elektrischer und 20kW thermischer Energie erzeugen können und verhältnismäßig klein sind. Die Technik wird also immer kompatibler und individuell einsetzbar in vielen verschiedenen Bereichen.
Brennwerttechnik – Nutzung der Kondensationswärme
Die Brennwerttechnik nutzt die Temperaturen des Abgases, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen. Durch ein Rohr-in-Rohr-Abgassystem wird die kalte Außenluft durch das Abgas erwärmt. Das Abgas kühlt sich dann auf die Außentemperatur ab. Das Abgas muss an einer sehr großen Wärmeübertragungsfläche vorbei und gibt dabei die Wärme auf möglichst niedrige Systemtemperaturen der Heizung ab. Da diese sehr niedrig sind, kondensieren die Wasseranteile im Abgas und die Kondensationswärme wird genutzt. Die Brennwerttechnik beschreibt also hauptsächlich den Vorgang, indem die Kondensationswärme genutzt wird.
Damit die Kondensation unter allen Bedingungen funktioniert, sind niedrige Heizsystemtemperaturen notwendig, die durch große Wärmeübertragungsflächen geschaffen werden. Besonders beliebt sind daher Flächenheizungen, wie Fußboden-, Decken- und Wandheizungen.
Heizkörper sorgen dafür, dass die produzierte Wärme in die verschiedenen Räume des Gebäudes gelangen und dort kontrolliert werden kann. Es gibt nicht nur die unterschiedlichsten Modelle von Heizkörpern, sondern auch einiges, was man über sie wissen sollte.
Die Fußbodenheizung – kuschelig warme Füße
Die Fußbodenheizung gehört zu den Flächenheizungen. Es wird dabei in Warmwasser-Heizsysteme (Nass- und Trockensysteme) und in elektrische Systeme unterschieden. Warmwasser-Fußbodenheizungen werden unsichtbar in die Bodenfläche installiert. Die Rohre werden also direkt im oder unter dem Estrich verlegt. Die elektrische Fußbodenheizung besteht aus einer Matte oder einem Netz, in das Heizkabel integriert sind. Dieses wird unter dem Bodenbelag verlegt und erwärmt von dort aus den Boden.
Preislich gesehen, variieren die Kosten für eine Fußbodenheizung je nach System. Bei einem Trockensystem belaufen sich die Kosten auf 28–44 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen Nebenkosten für weiter Materialien und die Montage. Ein Nasssystem liegt preislich zwischen 13–40 Euro pro Quadratmeter, je nach Montageart. Auch hier fallen weitere Nebenkosten für zusätzliches Montagematerial an. Die elektrischen Systeme können ab 24 Euro pro Quadratmeter installiert werden. Die Preise variieren je nach Fußbodenfläche. Je größer, also die Oberfläche, desto niedriger der Preis pro Quadratmeter.
Wand- & Deckenheizung – unsichtbare Heizkörper
Auch die Wand- und Deckenheizungen zählen zu den Flächenheizungen. Sie werden unter der Wand oder der Decke verlegt und erwärmen hier zunächst nur die Wand/Decke. Durch Wärmestrahlung wird dann die Wärme an den Raum abgegeben. Wärmeabgabe durch Konvektion ist hier so gut wie nicht vorhanden und die Bewegung der Luft entfällt größtenteils.
Meist ist eine einfache Zentralheizung die Quelle der Wärme, denn sie pumpt das warme Wasser durch die Rohre unter der Wand/Decke. Aber auch kombiniert mit erneuerbaren Energien und Brennwertkessel lässt sich dieses Heizsystem verbinden. Die Flächenheizung kommt hier ohne Probleme mit Vorlauftemperaturen um circa 30° C aus. Eine Voraussetzungen um diesen Heizkörper effizient nutzen zu können ist jedoch eine gute Dämmung, da sonst zu viel thermische Energie verloren geht.
Heizkörper einfach entlüften – worauf Sie achten müssen
Jede Heizung sollte regelmäßig entlüftet werden. Damit können lästige Geräusche vermieden werden und die Leistung der Heizung kann sich voll entfalten. Eingeschlossene Luft in der Heizung mindert die Leistung der Heizung und führt zu einem höheren Energieverbrauch. Diese Luft muss daher regelmäßig entlassen werden. Anzeichen dafür, dass die Heizung entlüftet werden muss, sind beispielsweise komische Geräusche, wie ein blubbern oder ein glucksen die vom Heizkörper ausgehen aber auch, dass die Heizung nicht komplett warm wird sondern nur um die Region des Wassereinlasses.
Bevor die Heizung entlüftet wird muss der Wasserdruck kontrolliert werden. Dieser sollte sich im gekennzeichneten Normbereich befinden, denn sonst muss Wasser nachgefüllt werden um den Druck wieder herzustellen. Nach jedem neuen befüllen der Heizung mit Wasser muss die Heizung entlüftet werden. Hierfür sollten alle Thermostate geschlossen werden und anschließen das Ventil gesucht werden. Dieses befindet sich meist am gegenüberliegenden oberen Ende des Heizkörpers und sieht entweder wie ein kleiner Vierkantstift oder wie eine fünfeckige Schraube aus. Je nachdem welches Ventil vorhanden ist, muss mit einem Entlüftungsschlüssel oder einer Zange entlüftet werden.
Das meist verbreitetste Ventil ist der Vierkantstift, der mit einem Entlüftungsschlüssel entlüftet werden kann. Dafür muss das Ventil aufgedreht werden bis die Luft zischend entweicht. Wichtig ist, das Ventil nicht zu weit zu öffnen, da es sonst herausfallen könnte. Ist alle überschüssige Luft entwichen, fängt Wasser an aus dem Ventil zu entweichen. Ab diesem Moment sollte das Ventil zügig wieder geschlossen werden. Fangen Sie entweichendes Wasser am besten mit einem Behältnis auf.
Kamin und Ofen – heizen auf altmodische Art und Weise
Auch ein Kaminofen bietet die Möglichkeit Heizkosten zu sparen oder sogar das gesamte Gebäude zu beheizen. Ein Kamin mit Holz oder Pellets zu heizen, bringt aber weitaus mehr Vorteile als nur die Ersparnis von Heizkosten. Das Verbrennen von Holz ist nämlich CO2-neutral und somit sehr umweltfreundlich. Ob die Wahl nun auf einen Kaminofen oder auf einen Kachelofen fällt, ist hierbei eher Geschmacksache.
Ein gewöhnlicher Kaminofen besteht aus einem Stahlkorpus mit einem Feuerraum und einem entsprechend benötigtem Rauchgasrohr. Dieses leitet die bei der Verbrennung entstandenen Abgasprodukte nach draußen. Der Feuerraum wird mit einer feuerfesten Glastür verschlossen, um die Gefahr die von einem offenem Feuer im Wohnraum ausgeht zu minimieren. Kaminöfen werden in vielen verschiedenen Ausführungen und Modellen angeboten und können individuell vom Besitzer an den Raum angepasst werden. Neben der praktischen Funktion, dass Heizkosten gespart werden hat der Kamin auch einen gemütlichen und ästhetischen Effekt. Mehr zum Thema Kamin und Ofen erfahren Sie in unserem Guide zum Thema Wohntrend Kamin!
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/mehrfamilienhaus-mietshaus-geldanlage-innensadt-3-etagen-6-wohneinheiten-einstieg.jpg5851200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-25 07:00:572018-11-25 07:00:57Der große Heizung-Guide – alles rund ums Thema Wärmeproduktion im Eigenheim
Die Gewinnung von Energie ist eine für den Menschen überlebensnotwendige Aufgabe. Keine unserer modernen Technologien würde ohne Energie funktionieren. Damit die Energieversorgung auch in Zukunft gesichert bleibt, wird immer mehr auf erneuerbare Energien gesetzt. Zum Wohle der Umwelt aber auch zum Wohle der Menschen ist diese Art der Energiegewinnung wohl die Zukunft.
Alternative Energien – Arten, Aufgaben & ihre Wichtigkeit
Bisher wurde die Energie in der EU hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen, wie Kohle oder Erdöl gewonnen und in geringem Maße auch aus nuklearen Brennstoffen. Die alternativen Energieträger, wie Sonnenenergie, Wasser- oder Windkraft spielen bisher eine eher untergeordnete Rolle. Dabei sind diese erneuerbare Energien die Zukunft. Welche Aufgaben haben sie, welche unterschiedlichen Arten gibt es und wieso ist es so wichtig die alternativen Energien zur Energiegewinnung zu verwenden?
Keyfact 1 – alternative Energien sind die Zukunft der Energiegewinnung und müssen in den nächsten Jahren weiter gefördert und verbessert werden
Keyfact 2 – Fossile Brennstoffe gehen langsam zur Neige und werden früher oder später aufgebraucht und nicht mehr nutzbar sein
Alternative Energien – warum sind sie so wichtig?
Die Gewinnung von Energie mithilfe nuklearer Brennstoffe hat deutlich mehr Nachteile, als Vorteile. Die nuklearen Abfälle, die bei der Energiegewinnung entstehen können bislang mit keiner Technologie in ökologisch unbedenkliche Form umgewandelt werden. Der Abfall wird also immer eine Belastung für die Umwelt darstellen. Das Risiko von Kernkraftwerken und Atommüll-Endlagern ist also zu hoch und zusätzlich mit extrem nachteiligen Konsequenzen bei der Freisetzung von großen Mengen an radioaktivem Material verbunden.
Aber auch Fossile Brennstoffe weisen einige Nachteile auf. Der wohl verheerendste ist der schlechte Einfluss auf die Umwelt. Durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entsteht CO2-Emissionen die bewiesen den Treibhauseffekt verstärken. Die Konsequenz sind Naturkatastrophen und ein stetig fortschreitender Klimawandel. Aber auch sicherheitsrelevante Aspekte sind im Ölzeitalter mit den permanenten Öl- und Golfkrisen direkt erkennbar. Die ökonomischen Risiken die das Erdöl verursacht haben einen direkten Einfluss auf die Weltwirtschaft und verursachen regelmäßig Wirtschaftskrisen. Der aber wohl ausschlaggebendste Grund, wieso die fossilen Brennstoffe nicht die Zukunft der Energiegewinnung darstellen ist die zeitliche Reichweite der Brennstoffe. Sie sind nicht erneuerbar und gehen in absehbarer Zeit zur Neige. Zuerst das Erdöl, dann das Erdgas und als letztes die Kohle. Die fossilen Brennstoffe werden früher oder später aufgebraucht sein und somit keine Energiequelle mehr darstellen können.
Die Lösung sollen daher erneuerbare Energien sein, die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch ewig erneuerbar sind und somit nicht verbraucht werden können. Solare Energien (Wasser, Biomasse, Wind, Solarthermie und Photovoltaik) zeigen deswegen viele Vorteile auf. Es liegen geschlossene Kreisläufe vor, das CO2 wird verschont und auch im Hinblick auf die Volkswirtschaft erheben sich die alternativen Energien. Die Verbraucher erneuerbarer Energien sind nicht nur unabhängig von großen Energiekonzernen, sondern schaffen auch noch neue Arbeitsplätze im eigenen Land und erreichen positive Effekte auf die Zahlungs- und Handlungsbilanz. Die Umwelt bedankt sich ebenfalls bei uns, denn nach jahrzehntelanger Schädigung mit CO2-Emissionen und nuklearen Brennstoffen wird auf die Basis der Natur zurückgegriffen und die gegebenen Möglichkeiten ausgeschöpft.
Erneuerbare Energien – Wasserkraft als Energielieferant
Die Gewinnung von Energie aus Wasserkraft ist eine bislang nicht sehr verbreitete Methode. Dennoch gibt es einige Vorteile, um Energie aus diesem erneuerbaren Rohstoff zu verwenden. Die Energieumwandlung geschieht hier mit einem sehr hohen Wirkungsgrad, was bedeutete, dass ein hoher Prozentsatz der eingesetzten Energie in Strom umgewandelt werden kann. Zusätzlich setzt die Energiegewinnung aus Wasserkraft keine Schadstoffe frei und schadet somit der Umwelt nicht und auch die Abwärme ist sehr gering.
Die Nutzung von diesen alternativen Energien wird also immer weiter verbessert und verbreitet sich weiter, solange sie wirtschaftlich möglich und ökonomisch vertretbar sind. Denn ein Nachteil zeigt sich auch hier auf. Der Bau einer Wasserkraftanlage greift meist in das ökologische Gleichgewicht des Gewässers ein, welches sehr empfindlich ist. Die Planung einer solchen Anlage ist also nicht unbedingt einfach und verlangt eine große Menge an Fachwissen und einer bestimmten ökologischen Ausrichtung.
Die Wasserkraftanlagen nutzen das Gefälle eines Gewässers, meist eines Flusses. Das fließende Wasser wird aus dem natürlichen Flussbett entnommen und durch Rohre oder Kanäle zu einer Turbine geleitet. Das Wasser versetzt die Turbine in Rotation. Durch die Rotation wird Strom erzeugt, der von einem Generator in nutzbare Energie umgewandelt wird.
Erneuerbaren Energien – Windkraft als Energielieferant
Auch aus Windkraft kann Energie gewonnen werden. Hierfür muss der Wind allerdings eine gewisse Stärke haben. In den Küstengebieten ist der Wind meist stärker, weshalb hier vermehrt Windparks gebaut werden. Auch Off-Shore Windparks, die im Meer in Küstennähe errichtet werden nutzen diese hohen Windgeschwindigkeiten. Damit Wind sinnvoll zur Energiegewinnung genutzt werden kann, benötigt dieser eine Geschwindigkeit von vier bis fünf Metern pro Sekunde.
Zur Energieerzeugung durch Wind werden unterschiedliche Windräder verwendet. Zum einen die Windräder mit 12 bis 24 Flügeln. Diese werden meist zur direkten mechanischen Energienutzung verwendet wie zum Beispiel zum Antrieb von Wasserpumpen. Die wohl bekanntesten sind aber die Windräder mit zwei oder drei Flügeln, die oft auf Feldern oder an der Küste gesehen werden können. Sie erzeugen durch die Rotation und eine konstante Drehzahl über einen Generator unmittelbaren Wechselstrom. Die Rotorblätter sind dabei speziell konstruiert, um allen Gegebenheiten standzuhalten und dennoch effektiv zu arbeiten.
Erneuerbaren Energien – Sonnenenergie als Energielieferant
Die Solarenergie ist wohl die bis jetzt am weitesten verbreitetste erneuerbare Energie. Sowohl als Solaranlage auf Hausdächern als auch als Solarparks auf freien Flächen sieht man Solarzellen immer wieder. Die Solarzellen machen sich die Energie der Sonne zu nutzen und wandelt diese in nutzbare Energie um. Hier wird im Allgemeinen zwischen Solaranlagen und Photovolatikanlagen unterschieden.
Solaranlagen nutzen die Energie der Sonne und wandeln diese in nutzbare Wärme um. Mit einer Solaranlage können also beispielsweise Heizungen im Haus betrieben werden. Hierfür werden Häuser extra so geplant, dass die Sonne so viel wie möglich zur Erwärmung des Hauses beiträgt.
Photovoltaik dagegen nutzt die Energie der Sonne, um diese in Strom umzuwandeln. Auch hierfür werden Photovoltaikanlagen auf dem Dach installiert, die die Sonnenenergie einfangen und diese in nutzbare Energie für den Haushalt umwandeln können. Damit kann Strom im Haus erzeugt werden und Maschinen betrieben werden.
Am sinnvollsten ist eine Nutzung beider Anlagen in Kombination, da der Haushalt dann nicht mehr abhängig von großen Energiekonzernen ist und die gesamte Energie für das eigene Heim selbst produziert wird. Die Vorteile sind enorm und die Umwelt wird durch solche Häuser sehr geschont. Die optimale Nutzung der Sonnenenergie verlangt durchaus einiges an Voraussetzungen die Vorteile gleichen diese allerdings wieder aus. Erfahren Sie mehr über Solarenergie und die Nutzung der erneuerbaren Energie in unserem großen Guide zum Thema Photovoltaik!
Solarkollektoren sind das wichtigste Element einer Solaranlage. Die Sonnenenergie wird in den Kollektoren eingefangen und bereitgestellt, um Wasser zu erwärmen und für den Haushalt freizusetzen. Solarkollektoren werden in zwei verschiedene Modelle unterschieden, die beide Vor- und Nachteile aufweisen. Die Kollektoren weisen zudem unterschiedliche Effizienzwerte und Preiskategorien auf, wodurch sie sich unterscheiden.
Solarkollektoren – das Herz der Solaranlage
Ohne den Kollektor könnte eine Solaranlage die Sonnenenergie nicht in nutzbare Wärme umwandeln. Der Kollektor ist also das Herz der Solaranlage, der es möglich macht, die erneuerbare Energie im Haushalt zu nutzen. Sie wollen mehr über Solaranlagen und die Kosten erfahren? Berechnen Sie die Kosten für Ihre individuelle Solaranlage mit unserem Solaranlagenrechner! Welche verschiedenen Modelle gibt es aber unter den Kollektoren und welcher ist der richtige für meine Solaranlage?
Flachkollektor – das bewährte Modell
Die Flachkollektoren waren die ersten Kollektoren, die zur Nutzung von Sonnenenergie eingesetzt wurden. Sie sind daher bis heute das am meisten verbreitete Modell und bilden einen Marktanteil von stolzen 70%. Ihr Ruf ist daran wohl nicht ganz unbeteiligt, denn Flachkollektoren gelten als sehr preiswert, zuverlässig und vor allem bieten sie eine Technologie, die sich über die Jahre durchaus bewährt hat.
Aufbau eines Flachkollektors – Absorber, Gehäuse und die Wärmeträgerflüssigkeit
Ein Flachkollektor hat zwei einfache Bestandteile. Ein Gehäuse und ein geschwärztes Metallblech, dass sich im Inneren des Gehäuses befindet. Dieses Metallblech wird auch als Absorber bezeichnet, da die dunkle Beschichtung für eine gute Absorption der auftreffenden solaren Strahlung sorgt. Der Absorber wandelt zudem die auftretende Sonnenenergie effizient in Wärme um. Damit die Wärme transportiert werden kann, verlaufen auf der Rückseite des Absorbers Rohre, in denen Wärmeträgerflüssigkeit fließt. Diese fließt kalt in den Kollektor und verlässt ihn heiß. Damit der Kollektor geschützt ist vor äußeren Bedingungen, wie der Witterung, wird er durch ein Sicherheitsglas abgedeckt. Dieses Glas ist sehr stabil und gleichzeitig hoch transparent, damit so wenig Strahlung wie möglich an diesem abprallt. Es ist also gewährleistet, dass soviel Sonnenenergie wie möglich den Absorber erreicht, um dort in Wärme umgewandelt zu werden. Damit auch das Gehäuse effektiv zur Wärmegewinnung beiträgt, ist dieses besonders gut gedämmt und verliert somit kaum an Wärmeenergie. Die Effizienz der Solaranlage wird somit gesteigert.
Unterschiede bei Flachkollektoren – Aufbau, Form & Rohrleitung
Auch wenn die Flachkollektoren zu einem Modell zusammengefasst werden, gibt es dennoch Unterschiede. Unterschiedliche Flachkollektoren unterscheiden sich im Gehäusewerkstoff, der unterschiedlichen Verbindung der Rohre und noch weiterer Merkmale. Je nach Anwendung haben die unterschiedlichen Ausführungen ihre Vor- und Nachteile.
Form des Absorbers – Der Absorber kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. So gibt es Absorber aus Stahl-, Edelstahl- oder Aluminiumblechen. Diese können unterschiedlichste verbunden werden beispielsweise durch Punktschweißen aber auch durch Rollbondings. Auch bei den Kupferrohren, in denen die Flüssigkeit geleitet wird, gibt es Unterschiede. Sie können eingepresst aber auch gelötet werden.
Beschichtung des Absorbers – Die Absorberschicht hat sich in den letzten Jahren immer weiter entwickelt. Die Schicht soll schließlich möglichst viel der solaren Energie absorbieren können. Die heutige Technik sieht dafür hoch selektive Schichten vor, die einen besonders hohen Absorptionsgrad aufweisen. Sie hat zusätzlich einen geringen Emissionsgrad der langwelligen Wärmestrahlung.
Verlegung der Wärmeträgerrohre – Die Rohre können entweder in einem Rohrregister verlegt werden, wobei sie parallel nebeneinander liegen und oben und unten miteinander verbunden sind, oder aber sie werden mäanderförmig verlegt, was soviel heißt wie schlangenartig an einem Stück.
Gehäusematerial – Das Material des Gehäuses kann je nach Modell auch variieren. Am weitesten verbreitet sind Aluminium, Edelstahl aber auch Kunststoff. Sogar Holz wäre eine Option als Gehäuse für einen Solarkollektor.
Röhrenkollektor – die bessere Wärmedämmung sorgt für höhere Effizienz
Der Röhrenkollektor kam nach dem Flachkollektor und ist eine Alternative zu diesem. Trotz anderer Technik und weniger Marktanteil, hat auch dieses Modell seine Vorteile.
Aufbau eines Röhrenkollektors – Vakuum, Heat-Pipe und die Glasröhren
Das Modell Röhrenkollektor unterscheidet sich besonders in einem Punkt von dem Flachkollektor, nämlich in der Dämmung. Währen beim Flachkollektor nur das Gehäuse gedämmt ist, wird beim Röhrenkollektor jeder einzelne Absorber gedämmt und das auf eine besondere Art und Weise. Der Absorber ist hier von einer evakuierten Glasröhre umhüllt, da Vakuum besonders gute Wärmedämmeigenschaften aufweist und weder Verluste durch Konvektion noch durch Wärmeleitung zulässt. Mehrere der Röhren zusammen werden mit einem Sammler verbunden und ergeben dann einen Röhrenkollektor. Da diese Weise zu Dämmen deutlich effektiver ist, als die bei einem Flachkollektor, ist die Effizienz hier deutlich höher, da weniger Energie verloren geht. Aufgrund der Technik wird dieses Modell auch Vakuum-Röhrenkollektor genannt.
Unterschiedliche Bauform von Röhrenkollektoren – Heat-Pipe, CPC & direkte Durchströmung
Die Röhrenkollektor Modelle werden zusätzlich in unterschiedliche Bauformen unterschieden. Zum einen die direkt und die nicht direkt durchströmenden Röhrenkollektoren – sie werden auch Heat-Pipe genannt. Eine weitere Form sind die CPC – Vakuumröhrenkollektoren.
Direkt durchströmte Röhrenkollektoren – Die Wärmeträgerflüssigkeit fließt bei dieser Bauform direkt durch Kupferrohre in die Glasröhren. Hier wird sie erwärmt und beim Austreten mit den anderen Rohren im Sammler zusammengeführt. Anschließend werden sie über den Solarkreis zum Wärmeübertrager transportiert. Bei einem defekten Vakuum ist es nicht schwer einen der Röhren unabhängig von den anderen aus zu tauschen.
Heat-Pipe (nicht direkt durchströmt) – Die Heat-Pipe nutzt zur Wärmeübertragung einen thermodynamischen Prozess, bei dem ein Wärmerohr ( Head-Pipe ) durch das Glasrohr verläuft, welches eine leicht verdampfende Flüssigkeit, wie Wasser oder Alkohol, enthält. Bei Erwärmung verdampft diese Flüssigkeit und steigt zum Kopf der Glasrohre, wo die Wärme durch Kondensation des Dampfes auf die außerhalb des Kopfes vorbeifließende Wärmeträgerflüssigkeit übertragen wird. Der Rest der Flüssigkeit fließt zurück zum Boden der Rohre und wiederholt den Prozess, sobald Zimmertemperatur erreicht ist. Diese reicht aus, die Flüssigkeit zum Kondensieren zu bringen, da ein Unterdruck in den Rohren – das Vakuum – herrscht.
CPC Vakuumröhrenkollektor – Diese Bauform ist eine Abwandlung der direkt durchströmten Röhrenkollektoren. Auch hier verlaufen die Kupferrohre durch die Glasröhren, die Besonderheit ist allerdings, dass zwei Glasröhren konzentrisch angeordnet werden und vor einem Parabolspiegel liegen. Die absorbierende Beschichtung ist auf dem inneren der Glasrohre angebracht. Der Parabolspiegel hilft dabei den Kollektor noch effizienter zu gestalten und das besonders bei geringer Einstrahlung. Die Erträge sind hier also vergleichsweise höher und der Kollektor arbeitet effektiver.
Die Wärmeträgerflüssigkeit – was beachtet werden muss
Die Wärmeträgerflüssigkeit speichert die Wärme und transportiert diese durch den Solarkreis bis hin zum Solarspeicher. Die Wärme wird dann von der Flüssigkeit abgegeben und verwendet um Hahn- oder Heizungswasser zu erwärmen. Die abgekühlte Flüssigkeit fließt dann zurück und beginnt ihre Reise von vorn. Die Frage die sich stellt ist jedoch, was als Wärmeträgerflüssigkeit geeignet ist. Hier ist die Antwort relativ einfach, denn normales Wasser eignet sich bereits perfekt für diese Aufgabe. Da aber besonders in kalten Monaten die Gefahr von Frost besteht und somit irreparable Schäden an Kollektor oder Absorberrohr entstehen könnten, muss das Wasser mit einem Frostschutzmittel versetzt werden. Aber auch hohe Temperaturen muss die Wärmeträgerflüssigkeit aushalten können. Besonders in CPC-Vakuumröhrenkollktoren kann es zu Temperaturen von bis zu 350 °C kommen. Damit durch das Frostschutzmittel und solch hoher Temperaturen die Viskosität nicht leidet und somit die Wärmekapazität vermindert wird, wird üblicherweise ein Mischverhältnis von 40% Propylenglykol und 60% Wasser angestrebt. Diese Mischung hält nicht nur Kälte von bis zu -25°C aus, sondern ist auch für hohe Temperaturen geeignet. Achten Sie beim Kauf der Wärmeträgerflüssigkeit besonders auf eine hohe Temperaturstabilität, einen guten Korrosionsschutz, eine möglichst geringe Viskosität, eine hohe Umweltverträglichkeit und einer hohen Wärmekapazität.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/finanzierung-eigenkapital-mann-wohnzimmer-lernt-rollierendes-ek-re-investieren-nach-kurzer-zeit-zweite-wohnung-kaufen.jpg8001200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-23 07:00:542018-11-23 07:00:54Kollektoren für Solaranlagen – Modelle, Unterschiede und die Vor & Nachteile
Das Thema Photovoltaik und Solarstrom ist besonders im Bereich der Energiewende sehr wichtig. Die Möglichkeit für Privatpersonen durch Sonnenenergie Strom und Wärme zu erzeugen, ist ein großer Schritt im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Technik schreitet immer weiter fort, weshalb es umso wichtiger ist über das Thema bescheid zu wissen. Besonders für Bauherren oder Immobilienbesitzer ist dies ein spannender Bereich. Was genau ist aber Photovoltaik und was sollten Sie darüber wissen?
Photovoltaik – die Voraussetzungen für Ihre Immobilie
Bei der Planung einer Photovoltaikanlage muss zuerst einmal eine geeignete Fläche für die Anlage gefunden werden. Hier können unterschiedlichste Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Auch die Standortbedingungen müssen einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage erlauben. Die Rechtslage ist ebenfalls nicht zu vergessen, denn auch hier gibt es einiges zu beachten. Bauherren und Immobilienbesitzer, die daran interessiert sind auf erneuerbare Energien umzusteigen, sollten sich ausführlich mit dem Thema beschäftigen.
https://www.youtube.com/watch?v=0jpN-BNU-Mw
Photovoltaik – die Aufstellmöglichkeiten für die Module
Bei der Planung einer Photovoltaikanlage stellt sich zumeist erst einmal die Frage, wo die Anlage unterkommen soll. Am meisten bieten sich hier Dächer an, denn diese Flächen sind sowieso vorhanden und meist werden sie nicht für andere Zwecke genutzt. Zudem richtigen sie sich Richtung Himmel und die Verschattung ist aufgrund von der Positiverhöhung meist eher gering. Aber auch bei den Dächern gibt es Unterschiede. Welches Dach eignet sich nun am ehesten für die Anbindung der Photovoltaikanlage?
Aufstellmöglichkeiten auf einem Schrägdach
Die weit verbreiteten Schrägdächer bieten ideale Bedingungen für die Installation einer Photovoltaikanlage. Die Module können hier einfach parallel zur Eindeckung montiert werden. Die bereits vorhandene Dacheindeckung wird dabei vollkommen erhalten und nimmt weiterhin die Funktion als Witterungs- und Wärmeschutz ein. Eine großflächige Installation von Photovoltaikmodulen führt zu einer Verringerung der thermischen Belastung des Dachgeschosses. Alternativ gibt es ebenfalls eine Indach-Montage, bei der die Photovoltaikmodule bündig mit der Dachdeckung abschließen und diese sogar teilweise ersetzten.
Für alle Bauherren von Neubauten gibt es die Möglichkeit Photovoltaikmodule als Ersatz für ein gewöhnliches Dach zu installieren. Diese übernehmen dann zusätzlich zu der Stromproduktion die Funktion des Witterungsschutzes wahr und ersetzen somit die übliche Dacheindeckung.
Aufstellmöglichkeiten auf einem Flachdach
Auch ein gewöhnliches Flachdach bietet eine ideale Aufstellmöglichkeit für Photovoltaikanlagen. Anders als bei den Schrägdächern kann die Neigung ganz frei bestimmt werden und muss sich nicht an der Neigung des Daches orientieren. Die optimale Ausrichtung gestaltet sich einfach, wodurch Produktivität und Effizienz ihr Maximum erreichen können. Die Anbringung beeinflusst auch hier die bereits vorhandene Dachbeschaffenheit nicht negativ.
Aufstellmöglichkeiten für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen
Photovoltaikanlagen müssen aber nicht zwingend auf dem Dach installiert werden, denn es gibt durchaus noch weitere Alternativen die erneuerbare Energie zu nutzen. Eine dieser Alternativen ist die Integration der Module in die Fassade. Hierfür können Fassadenbauteile genutzt werden aber auch Vordächer oder ähnliches liegen im Bereich des möglichen. Diese Alternative wird auch als gebäudeintegrierter Photovoltaik (BIPV = Building Integrated Photovoltaik) bezeichnet.
Photovoltaik – die individuellen Standortbedingungen für Ihre Immobilie
Sobald die Fläche für die Photovoltaikanlage gefunden ist, stellt sich nun die Frage, ob die Standortbedingungen einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage erlauben. Hierzu müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, die den Ertrag und somit die Wirtschaftlichkeit der Anlage beeinflussen. Damit kann geprüft werden, ob sich die Investition in eine Photovoltaikanlage wirklich lohnt.
Der Einfluss der Globalstrahlung
Die Globalstrahlung ist einer dieser Faktoren, denn sie gibt an, wie viel Strahlungsmenge innerhalb eines Zeitraumes (meist ein Jahr) auf einen Quadratmeter horizontaler Empfangsfläche auftrifft. Sie ist somit keine Konstante, sondern abhängig von Tages- und Jahreszeiten sowie dem Standort und dem Wetter. Allgemein gilt, dass die Globalstrahlung in südlichen Breiten höher als in nördlichen ist und im Sommer größer als im Winter. Wolken führen dazu, dass die Globalstrahlung nur einen Bruchteil der Werte aufweist, wie bei klarem Himmel. Für die Planung der Photovoltaikanlagen heißt dies, dass die Verteilung der Golabalstahlung in Deutschland je nach Standort variiert. In Norddeutschland liegt die mittlere Globalstrahlung demnach durchschnittlich bei circa 900–1.000 kWh/m2Jahr, während sie in Süddeutschland bei circa 1.200 kWh/m2 Jahr liegt. Eine Unterscheidung von circa 20 % nur innerhalb von Deutschland. Bei der Planung einer Photovoltaikanlage muss also die Globalstrahlung an dem individuellen Standort berücksichtigt werden um die Effizienz der Anlage einschätzen zu können.
Die richtige Dachausrichtung und -neigung
Die Dachneigung und Dachausrichtung sind wichtige Faktoren, die die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage beeinflussen. Bei einem Neubau kann das Dach optimal ausgerichtet werden, bei bestehenden Immobilien müssen aber die Gegebenheiten genutzt werden, die bereits vorhanden sind. Hier ist sowohl die Himmelsrichtung als auch der Winkel des Daches wichtig um die größtmögliche Energiegewinnung zu gewährleisten. Bei Flachdächern kann, wie oben bereits beschrieben die Ausrichtung und Neigung völlig selbst bestimmt werden und somit individuell an die richtigen Werte angepasst werden. Je nach Standort ist eine unterschiedliche Ausrichtung die beste, da dies individuell vom Gebiet abhängt. Allgemein gilt, dass die Ausrichtung nach Süden in den meisten Fällen die optimalste ist. Der Neigungswinkel von 30–35 Grad ist in den deutschen breiten meist die effektivste, aber auch diese muss je nach Objekt individuell bestimmt werden.
Einplanen der individuellen Verschattung
Der letzte Standortfaktor, der die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage beeinflusst ist die Verschattung. Dieser Faktor wird am häufigsten unterschätzt, denn schon ein wenig Schatten, kann die Leistung der Photovoltaikanlage deutlich beeinträchtigen. Hierzu zählen besonders Schatten die von Bäumen oder nahegelegenen Häusern verursacht werden aber auch kleine Schatten von Schornsteinen oder Antennen können sich negativ auf die Leistung auswirken. Bei größeren Verschattungen muss die Anlage genau geplant werden. Bei kleineren dauerhaften Schatten ist es sinnvoll die Anlage so zu installieren, dass sie an bestimmten Orten des Daches nicht installiert ist. Ein kleiner dauerhafter Schatten kann die Leistung des gesamten Strings mindern und somit einen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit haben. Bei der Planung sollten Sie also genau auf die individuellen Schatten an Ihrer Immobilie achten und diese in die Planung mit einbeziehen, um Leistungsminderungen zu vermeiden.
Photovoltaik – die rechtlichen Aspekte
Die Installation einer Photovoltaikanlage bringt auch immer rechtliche Aspekte mit sich, denn auch hier gibt es gesetzliche Vorschriften und Regelungen, die sowohl Bauherren als auch Immobilienbesitzer befolgen müssen. Was schreibt das Gesetz vor, welche Vorschriften gibt es und was müssen Besitzer einer Photovoltaikanlage beachten?
Baugenehmigung
Photovoltaikanlagen müssen grundsätzlich dem Baurecht entsprechen. Diese hängen allerdings vom jeweiligen Bundesland ab, denn Baurecht ist Ländersache. Je nach Bundesland gibt es deshalb etwas abweichende Regelungen für die Installation der Module. Die meisten Bundesländer schreiben aber keine Baugenehmigung für Photovoltaikanlagen vor, die auf Gebäudedächern installiert werden. Der Bauherr ist in diesem Falle dafür verantwortlich sicherzustellen, dass die Anlage dem Baurecht entspricht. Die Installation wird demnach nicht von Behörden zusätzlich überprüft. Anlagen, die aber auf Freiflächen installiert werden sollen, benötigen in den meisten Bundesländern eine Baugenehmigung. Hier gilt, dass die Anlage eine festgelegte Größe nicht überschreiten dürfen, die meist neun Meter Länge und drei Meter Höhe umfasst. Anlagen, die auf denkmalgeschützten Gebäuden errichtet werden sollen, benötigen im Normalfall auch einer Baugenehmigung. Informieren Sie sich individuell für Ihr Bundesland, welchen rechtlichen Grundsätzen Sie bei dem Bau einer Photovoltaikanlage unterstellt sind.
Photovoltaik – die individuelle Planung Ihrer Anlage
Die Planung einer Photovoltaikanlage bedarf vielen Überlegungen. Eine gute Anlage ist von vielen Faktoren abhängig und sollte individuell auf Sie abgestimmt sein. Wichtige Aspekte, wie der Energiebedarf oder die Größe der Anlage, sollten vorab besprochen und gut durchdacht werden. Welche Faktoren sind noch wichtig und was dürfen Sie bei der Planung Ihrer Anlage auf keinen Fall vergessen?
Den richtigen Energiebedarf und die Dimensionierung abschätzen und errechnen
Am Anfang der Planung stellt sich immer die Frage, wie groß die Anlage sein muss, denn davon hängen im Allgemeinen auch die finanziellen Konditionen ab. Zuerst einmal muss herausgefunden werden, wie hoch der durchschnittliche Energieverbrauch ist. Die Photovoltaikanlage wird dann genau an Ihren individuellen Energieverbrauch angepasst. Dieser ist recht einfach durch einen Blick in die letzte Stromrechnung herauszufinden. Anhand dieser Informationen können weitere Kenngrößen bestimmt werden, die später zu der benötigten Größe der Anlage führen. Nutzen Sie für die individuelle Berechnung Ihres Stromverbrauchs und der daraus resultierenden minimalen Größe der benötigten Anlage unseren Solaranalgerechner.
Die Anmeldung der Photovoltaikanlage bei den Behörden
Wenn eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage installiert wird, muss diese angemeldet werden und das sowohl bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) als auch beim jeweiligen zuständigen Netzbetreiber.
Anmeldung bei der Bundesnetzagentur
Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) schreibt vor, dass Betreiber einer Photovoltaikanlage diese bei der Bundesnetzagentur anmelden müssen. Dies gilt sowohl für die Eigennutzung des produzierten Stroms als auch für die Energie, die direkt weiter vermarktet wird. Erweiterungen bereits vorhandener Photovoltaikanlagen müssen ebenfalls angemeldet werden. Die Anmeldung von neuen oder erweiterten Anlagen laufen über das Portal der Bundesnetzagentur im Internet und dies ist seit 2011 auch der einzige Weg um die Photovoltaikanlagen anzumelden. Um die Anlage bei der Bundesnetzagentur anzumelden, benötigen Sie folgende Daten:
Name und Anschrift des Betreibers der Photovoltaikanlage
Standort der Anlage
Nennleistung der Anlage in kWp
E-Mail-Adresse
der Tag an dem die Anlage in Betrieb genommen wird
Melden Sie die Anlage vor der Inbetriebnahme an oder spätestens am gleichen Tag der Inbetriebnahmen. Zwei Wochen Vorlaufzeit reichen völlig aus, um die Anlage den Behörden zu melden.
Tipp: Die Anmeldung Ihrer Photovoltaikanlage ist dringend notwendig. Wird eine Anlage nicht rechtzeitig angemeldet, hat der Besitzer keinerlei Anspruch auf die Einspeisevergütung!
Anmeldung bei dem Netzbetreiber
Netzgekoppelte Anlagen speisen überschüssig produzierten Strom in das öffentliche Netz ein. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht für diese Einspeisung eine Einspeisevergütung vor, die zwischen 10 und 13 Cent pro Kilowattstunde liegt. Vor Inbetriebnahme der Anlage muss der Betreiber also die Photovoltaikanlage dem Netzbetreiber melden und einen Antrag auf Netzanschluss stellen. Dies ist eine gesetzliche Verpflichtung, die der Betreiber zu beachten hat. Bei nicht an das Netzgekoppelten Anlagen, muss der Netzbetreiber nicht informiert werden.
Das richtige Angebot für Sie finden
Sobald die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage gefallen ist, muss nur noch der richtige Betrieb gefunden werden, der Sie auf dem Weg der Planung, Lieferung, Montierung und Inbetriebnahme begleitet. Hierfür bietet sich eine ausreichende Recherche im Internet, in Zeitungen oder im Umfeld an, aber auch wenn Sie jemanden finden, müssen Sie erst einmal die Konditionen und Qualifikationen überprüfen.
Die Qualifikationen eines guten Solarteurs erkennen
Die meisten Anlagenbesitzer weisen nicht das benötigte Fachwissen auf, um zu erkennen, ob ein Solarteur ein Profi in seinem Gebiet ist oder nicht. Damit Sie dennoch einige Fakten kennen, die ein Betrieb Ihnen bei der Installation Ihrer Anlage bieten sollte, finden Sie hier eine Liste, was ein professioneller Solarfachbetrieb einhalten sollte.
Der Betrieb geht flexible auf Ihre Wünsche hinsichtlich der Module ein und besteht nicht auf ein bestimmtes Produkt
Der Betrieb schaut sich Ihr Dach und Ihr Haus persönlich an, bevor ein Angebot erstellt wird
Der Betrieb bietet Ihnen nur ein Angebot, indem alle einzelnen Positionen genau aufgeführt sind und keine Fragen für Sie offen bleiben
Der Betrieb setzt Sie nicht unter Zeitdruck und nimmt sich genügend Zeit, um all Ihre Fragen ausführlich zu beantworten
Der Betrieb legt Ihnen die Verschaltungspläne offen und macht genaue Angaben zu Anmeldung, Inbetriebnahme und der Einzahlung von Genehmigungen
Der Betrieb stellt realistische Ertragsprognosen für die Anlage auf, die ungefähr mit dem übereinstimmen was Sie vorab selbst errechnet haben
Photovoltaik – die Wirtschaftlichkeit der Solarzellen
Die Wirtschaftlichkeit wird im Allgemeinen durch die Gegenüberstellung von Einnahmen und Einsparungen bestimmt. So auch bei Photovoltaikanlagen, bei denen in Anschaffungs- und Betriebskosten unterschieden wird, um die Wirtschaftlichkeit zu bestimmen. Während die Preise für Photovoltaikanlagen zwar in den letzten Jahren deutlich gesunken sind, wurden auch die Einspeisungsvergütungen erheblich niedriger. Welche Kosten erwarten Sie aber bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage und welche Kosten kommen in den nächsten Jahren auf Sie zu?
Die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage
Die Anschaffungskosten setzen sich im Allgemeinen aus den Kosten zusammen, die für die Installation der Anlage benötigt werden. Hierzu zählen die Solarmodule, der Wechselrichter, die Verkabelung und die Montage selbst. Für Bauherren und Immobilienbesitzer ist dieser Aspekt wohl der wichtigste, da die Höhe der benötigten Investition im Zweifelsfall darüber entscheidet, ob eine Anlage installiert wird oder nicht.
Kosten für die Solarmodule
Solarmodule selbst haben in den letzten Jahren enorm an Kosten verloren. Dies ist zum einen auf den starken Wettbewerb mit chinesischen Billiganbietern und zum anderen auf positive Skaleneffekte zurückzuführen. Im Allgemeinen heißt dies, dass Solarmodule umso preiswerter werden, je mehr davon produziert werden. Die Kosten werden meist in Euro pro Watt Peak verglichen. Anfang 2018 lagen die Kosten bei 45 – 90 Cent pro Watt Peak, je nachdem welches Modell und welcher Anbieter gewählt wurde.
Kosten für den Wechselrichter
Die Kosten für den Wechselrichter sind nicht zu unterschätzen. Sie machen meist 15 % der Investitionskosten aus. Je nach Gegebenheiten der Anlage und den äußeren Einflussfaktoren werden unter Umständen mehr als ein Wechselrichter benötigt. Je nach Leistungsgröße variieren die Kosten für den Wechselrichter. Für einen kW Wechselrichter kann mit circa 200 € Netto gerechnet werden. Kleinere Wechselrichter kosten meist mehr als große, da der Herstellungsaufwand höher ist. Für einen 5 kW-Wechselrichter kann ein Preis von circa 1000 € kalkuliert werden. Sollte Ihre Anlage zwei Wechselrichter benötigen, steigt der Preis um das doppelte.
Kosten für die Verkabelung
Die Verkabelung macht ebenfalls einen hohen Teil der Investition aus. Je höher der Querschnitt bei Solarkabeln, desto höher sind auch die Preise. Ein hoher Querschnitt ist allerdings vonnöten, um Verluste zu verhindern. Für Abnahmemenge, Querschnitt und Leitungsmaterial liegt der Preis für Solarkabel zwischen 1 und 5 Euro, wobei die Kosten für die Anschlusskabel der Wechselrichter und der Laderegler noch hinzukommen. Dies birgt weitere Kosten von 20 bis 50 Euro, je nach Anbieter und Qualität.
Kosten für die Montage
Bei den Kosten für die Montage kommen nicht nur die Kosten für die Handwerker auf Sie zu, sondern auch die Kosten für das Montagesystem. Diese Fallen ganz unterschiedlich aus je nachdem für welches System Sie sich entschieden haben. Hier variieren die Preise je nach Qualität und Merkmalen, wie der Schnee- und Windlast aber auch von dem Modell des Systems. Im Durchschnitt können Sie mit Kosten für das Montagesystem zwischen 100 und 150 Euro pro kWp und mit Montagekosten für die Unterkonstruktion mit weiteren 100 Euro pro kWp rechnen. Eine pauschale Angabe über die Preise kann schwer gemacht werden, da diese stark variieren können und von vielen Faktoren, wie der individuellen Immobilie, den Gegebenheiten, der Qualität und den genauen Produkten abhängt.
Die Betriebskosten für eine Photovoltaikanlage
Nach der Investition in eine Photovoltaikanlage kommen auf den Besitzer noch weiter Kosten zu, um die Anlage beispielsweise instand zu halten. Auch diese Kosten müssen bei der Analyse der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden, da diese rund 1 % der Anschaffungskosten pro Jahr betragen können. Aber welche Kosten kommen auf Besitzer einer Photovoltaikanlage wirklich zu und mit was müssen Sie rechnen?
Kosten für den Wechselrichter
Auch wenn der Wechselrichter zu den Anschaffungskosten gehört, ist er nicht so langlebig wie die Solarmodule selbst. Der Wechselrichter muss deshalb von Zeit zu Zeit ausgewechselt und ersetzt werden. Da die Wechselrichter nicht die günstigste Investition ist, sollten für diesen Fall Rücklagen gebildet werden. Je nachdem, bei welchem Netzbetreiber die Photovoltaikanlage gemeldet ist, werden Mindestbeträge von bis zu 10 Euro pro Monat verlangt. Der Wechselrichter benötigt für Steuerung, Datenlogger, Analgenüberwachung und ähnliches Strom, dass er aus dem öffentlichen Netz bezieht.
Kosten für die Instandhaltung
Die Anlage muss natürlich instand gehalten werden, damit Ausfälle und Fehler vermieden werden. Einige Firmen bieten Wartungsverträge an, bei denen ein Beitrag von circa 150Euro pro Jahr anfällt und dafür die Wartung übernommen wird. Eine solche Investition lohnt sich durchaus, da bei einem Ausfall weder Strom erzeugt werden kann noch eine Einspeisung erfolgen kann. Ein solcher Vertrag kann je nach Anlage preiswerter sein, als jede Wartungsarbeit einzeln abzurechnen. Im Besonderen lohnen sich solche Verträge bei großen Anlagen, die einer häufigeren Wartung bedürfen.
Kosten für die Reinigung
Die Kosten für die Reinigung sind im Vergleich deutlich geringer als die Instandhaltung der Anlage. Verschmutzungen durch Laub, Blütenpollen, Staub oder ähnlichem werden meist mit einem Regenschauer wieder gereinigt. Bei dauerhaften Verschmutzungen kann es allerdings zu Ertragseinbußen kommen. Eine professionelle Reinigung der Module ist im Normalfall nur alle paar Jahre nötig. In Gebieten, mit hoher Verschmutzung durch beispielsweise ein starkes Verkehrsaufkommen, sollte die Anlage allerdings häufiger gereinigt werden. Die Kosten für eine professionelle Reinigung betragen im Durchschnitt circa 2,50 Euro pro Quadratmeter.
Kosten für die Versicherung
Die Photovoltaikanlage zu versichern kann für viele Besitzer durchaus Sinn machen. Je nachdem, wie groß die Anlage ist, kann eine Haftpflichtversicherung und die Allgefahrenversicherung vor Ausfällen bei der Einspeisevergütung als auch gegen hohe Reparaturkosten und Haftpflichtfälle schützen. Die Kosten für die Versicherung können jährlich zu den Betriebskosten hinzukommen, sind aber im Vergleich relativ moderat. Preise von circa 50 Euro pro Jahr können auf Besitzer zukommen. Je nach den Gegebenheiten und dem äußeren Umfeld machen Versicherung, Reinigung und Wartung mehr oder weniger Sinn, dies ist individuell von Ihrer Immobilie abhängig.
Photovoltaik – die Förderung & Finanzierung für Bauherren und Immobilienbesitzer
Eine Photovoltaikanlage ist eine große Investition, die eine gute Finanzierung bedarf. Zwar werden Interessenten mit der Einspeisevergütung gelockt, jedoch wurden diese in den letzten Jahren immer weniger. Um die Photovoltaikanlage erfolgreich zu finanzieren, stehen aber dennoch einige Optionen offen.
Die Einspeisevergütung für Photovoltaikbesitzer
Die Einspeisevergütung wird im Erneuerbare Energien Gesetz festgehalten. Die Einspeisevergütung wird denjenigen gezahlt, die überschüssig produzierte Energie aus der Photovoltaikanlage in das öffentliche Netz einspeisen. Die Höhe dieser Vergütung richtet sich nach den Standortfaktoren und wird vom Gesetzgeber festgelegt.
Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) trat am 01. April 2000 in Kraft. Es regelt die Tarife für den aus verschiedenen Quellen stammenden Strom von erneuerbaren Energien. Das Ziel des Gesetzes ist es, regenerative Energien, wie Wasser- und Windkraft aber auch Solarenergie, Biomasse und Deponie-, Klär- und Grubengas zu fördern. Die Verwendung von umweltschädlichen Energiequellen soll vermieden werden und die Technologie im Bereich regenerative Energien gefördert werden. Im Zuge des EEG wurden ebenfalls Regelungen zur Einspeisevergütung vorgenommen um die Option der eigenen Solaranlage auf dem Dach attraktiver für Bauherren und Immobilienbesitzer zu gestalten.
Eigenverbrauchsvergütung
Erst im Jahr 2009 wurde die Eigenverbrauchsvergütung eingeführt. Seit dem muss nicht mehr der gesamte produzierte Strom in das öffentliche Netz eingeführt werden und es wird eine Vergütung für den Verbrauch von Solarstrom gezahlt. Diese Vergütung ist jedoch sehr viel geringer als die Einspeisevergütung.
Das Ziel der Eigenverbrauchsvergütung
Das Ziel der Eigenverbrauchsvergütung war im ersten Sinne die Kosteneinsparung beim Netzausbau und die Kosteneinsparung bei der Vergütung von Solarstrom. Besitzer von Photovoltaikanlagen ziehen hier aber auch einen Vorteil heraus. Sie können den selbst produzierten Solarstrom direkt nutzen, ohne diesen vorher in das öffentliche Netz einzusparen. Die Besitzer sparen also Geld, da sie nicht mehr von dem öffentlichen Netz abhängig sind und bekommen die Eigenverbrauchsvergütung sozusagen obendrauf.
Photovoltaik – Solarmodule und ihre Funktionsweise
Die wichtigste Komponente einer Photovotaikanlage sind die Solarmodule. Je nach Größe der Module werden hier Solarzellen zusammengeschaltet. Eine Photovoltaikanlage vereint wiederum mehrere Solarmodule und verschaltet diese zu sogenannten Strings. Die gesamte Einheit der Strings ergeben dann wiederum den Solargenerator. Wie genau funktioniert aber eine Solarzelle und wie wird Sonnenenergie in Strom umgewandelt?
Die verschiedenen Arten von Solarzellen
Solarzellen wandeln Strahlungsenergie in Gleichstrom um. Durch den physikalischen Photoeffekt lässt sich das Phänomen erklären, welches sich in Solarzellen abspielt. Solarzellen bestehen aus einer negativen Elektrode, ein n- und ein p-dotiertes Silizium, eine Grenzschicht und einer positiven Elektrode. Das elektrische Feld, das zwischen der n- und p-Schicht entsteht gewährleistet das Fließen von Strom bei einem geschlossenen Stromkreis.
Polykristalline Solarzellen
Bei polykristallinen Solarzellen ist das Halbleitermaterial Silizium. Dieses wird geschmolzen und dotiert und mit verschiedenen Gießverfahren in Blöcke gegossen. Das Silizium wird fest und wird im erstarrten Zustand als Ingots bezeichnet. Nachdem der Block in Scheiben geschnitten worden ist, nennt man das ursprüngliche Silizium Wafern, die mit einer Antireflexionsschicht versehen werden. Diese polykristallinen Solarzellen haben einen geringeren Wirkungsgrad als monokristalline Solarzellen, dafür ist die Herstellung aber preiswerter.
Monokristalline Solarzellen
Monokristalline Solarzellen verwenden ebenfalls Silizium als Halbleitermaterial, jedoch ist hier das Herstellungsverfahren anders als bei den polykristallinen Solarzellen. Durch die unterschiedliche Herstellung ist die Fertigung hier zwar teurer, dafür ist der Energieaufwand und der Wirkungsgrad sehr hoch. Bei der Herstellung werden hier andere Kristalle gebildet, wodurch der Unterschied zwischen den beiden Solarzellen entsteht.
Dünnschichtzellen
Dünnschichtzellen weisen ein ganz anderes Verstellverfahren auf als mono- oder polykristalline Solarzellen. Der Halbleiter wird bei diesen Solarzellen mit einem Trägermaterial beschichtet, wodurch diese Methode mit wenig Rohstoff auskommen und sehr einfach herzustellen sind. Welches Halbmaterial verwendet wird, ist hierbei in einem großen Rahmen gefasst. Neben Silizium kommen auch Galliumarsenid, Kupferindiumselenid, Cadmiumtellurid oder auch Farbstoffe als Beschichtung infrage. Der Wirkungsgrad dieser Solarzellen ist allerdings geringer als der von kristallinen Zellen, dafür aber günstig und einfach herzustellen.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/immobilienmakler-neubau-aufgabe-vorbereitung-termin-baustelle-ausstattung-bauplan-wasserwage-massband-schluessel-hausschluessel.jpg8011200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-22 07:00:052018-11-22 07:00:05Der Große Guide zum Thema Photovoltaik – alles was Sie über die erneuerbare Energie wissen müssen
Die Entscheidung für oder gegen eine Solaranlage ist nicht immer einfach. Bereits vor der Planung oder der Installation stehen also zukünftige Selbststromerzeuger vor schwierigen Fragen. Um welche Anlage soll es sich handeln? Wie groß soll diese sein? Wie viel Strom verbrauchen wir und wie viel muss die Anlage produzieren können, um alle Anliegen zu decken?
Photovoltaikanlage – die verschiedenen Varianten der erneuerbaren Energiegewinnung
Die Anlage, die von den meisten gewählt wird, ist die sogenannte Photovoltaikanlage die mithilfe von Sonnenenergie Storm erzeugt. Die Besitzer sind mit einer solchen Anlage unabhängig von öffentlichen Netzanbietern und müssen für ihren eigenen Strom auch nicht mehr zahlen. Aber auch bei den Photovoltaikanlagen gibt es unterschiedliche Varianten, die jeweils ihre Vor- und Nachteile aufweisen.
Einspeiseanlage – Geld verdienen mit dem eigenen Strom
Die am häufigsten verwendete Variante der Photovoltaikanlage ist die Einspeiseanlage. Diese produziert Strom für den Haushalt und speist den Strom, der nicht verbraucht wird, in das öffentliche Netz ein. Das Haus ist, wie gesetzlich vorgeschrieben, an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und gibt überschüssigen Strom an dieses ab. Hierfür wird im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben, dass eine Entlohnung für den Produzenten erfolgen muss. Die sogenannte Einspeisevergütung variiert je nach Nennleistung der Anlage zwischen 10 und 13 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und ist für die nächsten 20 Jahre festgelegt. Um dies zu verdeutlichen: Eine durchschnittliche Familie verbraucht nur circa 30 % des erzeugten Stroms. 70 % werden ins öffentliche Netz gespeist und vergütet. Hier gibt es allerdings eine Falle, in die Privatpersonen oft tappen, denn Strom zu verkaufen ist ein Gewerbe und sobald eine Privatperson dies tut, wird sie zum Freiberufler und ist selbstständig. Steuern und jede Menge Papierkram warten nur auf Sie. Um dies zu vermeiden, schauen Sie in unserem Guide rund um das Thema Solaranlage ohne Finanzamt! Durch einen Stromspeicher kann der Eigenverbrauch auf bis zu 75 % erhöht werden und der Besitzer profitiert doppelt vom Strom.
Vorteile
Erstattung der Umsatzsteuer auf den Kaufpreis der Anlage
Gutes Preis-Leistungsverhältnis
Einspeisevergütung nach EEG als Nebenverdienst
Nachteile
Anmeldung der Anlage als Gewerbe
unterliegt den Pflichten der EEG
erhöhter bürokratischer Aufwand
Solche Einspeiseanlagen eignen sich besonders gut für Immobilienbesitzer, die einen konstanten durchschnittlichen Stromverbrauch haben und die Stromkosten drastisch verringern möchten. Im Gegenteil, eine solche Anlage kann nicht nur jährliche Stromkosten senken, sondern auch als Einnahmequelle genutzt werden.
Nullleinspeiseanlage – der gesamte Strom für das eigene Heim
Die zweite Variante der Photovoltaikanlage ist die sogenannte Nulleinspeiseanlage. Wie der Name schon vermuten lässt, wird hier kein überschüssiger Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Im Bestfall werden 100 % des produzierten Stroms im eigenen Haushalt verbraucht, sodass nichts an das öffentliche Netz geht. Damit dies gewährleistet ist, muss die Anlage genau auf die individuellen Bedürfnisse des Besitzers angepasst sein und zusätzlich einen passenden Stromspeicher aufweisen. Die Stromproduktion wird ergänzend durch einen Wechselrichter gesteuert, damit die Leistung der Anlage exakt auf den verbrauchten Strom passt und kein Strom an das öffentliche Netz geht. Die Besitzer einer solchen Anlage verzichten somit auf die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), jedoch gehen Sie gleichzeitig allen Pflichten aus dem Weg, die die Einspeisevergütung mit sich bringt. Sie müssen somit kein Gewerbe anmelden und auch keine Steuern für den eingespeisten Strom zahlen. Obwohl die Photovoltaikanlage 100 % des benötigten Stroms erzeugen soll, ist die Immobilie dennoch an das öffentliche Netz angeschlossen, damit diese auch weiterhin normalen Strom beziehen kann, falls der Solarstrom nicht reichen sollte.
Vorteile
Kein erhöhter bürokratischer Aufwand, wie Gewerbeanmeldung o.ä.
Größere Unabhängigkeit
keine Pflichten nach dem EEG
Nachteile
Keine Einspeisevergütung
keine Rückerstattung der Umsatzsteuer
Die Nulleinspeiseanlage eignet sich demnach besonders gut für Privatpersonen, die einen hohen Energieverbrauch aufweisen. Zu einer solchen Anlage ist die Installation eines passenden Stromspeichers verpflichtend, damit der selbst produzierte Strom am effektivsten genutzt werden kann.
Photovoltaik-Inselanlage – unabhängig vom öffentlichen Stromnetz
Die Variante der Photovoltaik-Inselanlage verzichtet auf die Verbindung zum öffentlichen Netz und geht davon aus, dass die Solaranlage den Stromspeicher immer mit Energie versorgen kann. Der Haushalt wird also einzig und allein von den Solarmodulen mit Strom versorgt und greift im Notfall nicht auf Strom aus dem öffentlichen Netz zurück. Der Besitzer ist also in keinem Moment auf Strom aus dem öffentlichen Netz angewiesen. Hier werden zunächst zwei Arten unterscheiden.
Inselanlage ohne Netzanschluss
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem Modell um eine Anlage, die in keiner Weise an das öffentliche Netz angeschlossen ist. Das Haus ist ausschließlich auf Energie aus der Photovoltaikanlage angewiesen. Die Anlage wurde für einen solchen Fall so konzipiert, dass sowohl Solarmodule als auch Energiespeicher so groß sind, dass sie eigenständig das gesamte Haus mit Strom versorgen können ohne auf eine andere Stromquelle zurückzugreifen. Der Strom in einem solchen Haus wird also zu 100 % von der Photovoltaikanlage produziert und gespeichert. Diese Anlage wird aber meist nur dann installiert, wenn ein Anschluss an das öffentliche Stromnetz zu aufwendig wäre. Besonders bei abgelegenen Häusern, Berghütten oder einzelnen Infrastrukturen ist dies der Fall.
Inselanlage für Ersatzstrom
Die Unabhängigkeit vom öffentlichen Strom kann aber auch für deutsche Hausbesitzer mögliche gemacht werden. Der Einbau von einer Inselanlage für Notstrom ist hier die Lösung. Bei einem Ausfall des Stromnetzes kann dann die Inselanlage für Notstrom eingreifen. Sie ermöglicht es sowohl bei Einspeise-, als auch bei Nulleinspeiseanlagen im Notfall zu einem Inselsystem zu werden. Bei einem Stromausfall des öffentlichen Netzes wechselt diese Anlage innerhalb von wenigen Sekunden auf Ersatzstrom und das Haus bleibt normal mit Strom versorgt. Der Haushalt ist also nicht abhängig vom öffentlichen Netz und muss sich auch keine Gedanken um einen Stromausfall machen. Hier wird gewährleistet, dass immer genügend Strom vorhanden ist. Bei der Installation wird das gesamte Haus vom öffentlichen Netz abgetrennt und ein Ersatzstromsystem errichtet, dass mit dem Speichersystem kommunizieren kann.
Vorteile
Funktion als Ersatzstromsystem
Maximale Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz
Absicherung vor Stromausfällen
Nachteile
Deutliche Mehrkosten
wird nur selten angewendet
es besteht kaum ökonomischer Nutzen für die Besitzer
Eine solche Investition ist nicht immer ökonomisch sinnvoll für die Hausbesitzer. Bevor Sie sich also für diese Option entscheiden, prüfen Sie zunächst ihren durchschnittlichen Tagesverbrauch, die passende Analgengröße und die Auslegung des Solarspeichers. Hiermit können Sie berechnen, ob eine Investition für Sie rentabel wäre oder nicht. Die Unabhängigkeit, die Besitzer mit einer solchen Technik vom öffentlichen Netz haben, ist unbestritten und wird die Energiepolitik Deutschlands in den nächsten Jahren verändern und beeinflussen.
https://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2024/05/berlin-architektur-architekten-stadt-bauwerke-potsdamer-platz-mitte-neu-alt-stadtbild-von-strasse-glas-fassade-trifft-erneuerte-bstandimmobilie-hochhaus.jpg8071200Teamhttps://immobilienguru.one/wp-content/uploads/2023/03/ImmoGuru-logo-immobilien-finanzen-tools-rechner-kostenlos-vermoegen-kapitalanlage-geld-verdienen.svgTeam2018-11-21 07:00:592018-11-21 07:00:59Solar Inselanlage oder die Kopplung an das öffentliche Netz – Photovoltaikanlagen im Vergleich
Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.
Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.
Notwendige Website Cookies
Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.
Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.
Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.
Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.
Google Analytics Cookies
Diese Cookies sammeln Informationen, die uns - teilweise zusammengefasst - dabei helfen zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und wie effektiv unsere Marketing-Maßnahmen sind. Auch können wir mit den Erkenntnissen aus diesen Cookies unsere Anwendungen anpassen, um Ihre Nutzererfahrung auf unserer Webseite zu verbessern.
Wenn Sie nicht wollen, dass wir Ihren Besuch auf unserer Seite verfolgen können Sie dies hier in Ihrem Browser blockieren:
Andere externe Dienste
Wir nutzen auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten von Ihnen speichern, können Sie diese hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass eine Deaktivierung dieser Cookies die Funktionalität und das Aussehen unserer Webseite erheblich beeinträchtigen kann. Die Änderungen werden nach einem Neuladen der Seite wirksam.
Google Webfont Einstellungen:
Google Maps Einstellungen:
Google reCaptcha Einstellungen:
Vimeo und YouTube Einstellungen:
Andere Cookies
Die folgenden Cookies werden ebenfalls gebraucht - Sie können auswählen, ob Sie diesen zustimmen möchten:
Datenschutzrichtlinie
Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail in unseren Datenschutzrichtlinie nachlesen.