Immobilienblase

Eine Immobilienblase entsteht, wenn Immobilienpreise über einen längeren Zeitraum deutlich schneller steigen als Mieten, Einkommen und wirtschaftliche Fundamentaldaten es rechtfertigen. Platzt die Blase, fallen die Preise rapide – mit teilweise dramatischen Folgen für Eigentümer und Banken. Indikatoren einer Blase Kaufpreisfaktor über 30: Kaufpreise entkoppeln sich von Mieteinnahmen Preis-Einkommens-Verhältnis: Immobilien werden im Verhältnis zum Einkommen immer […]

Geschossflächenzahl (GFZ)

Die Geschossflächenzahl (GFZ) bestimmt das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse zur Grundstücksfläche. Sie ist neben der GRZ die wichtigste Kennzahl für das Bebauungspotenzial eines Grundstücks. Berechnung GFZ = Geschossfläche aller Vollgeschosse ÷ Grundstücksfläche Beispiel: GFZ 1,2 bei 500 m² Grundstück → maximal 600 m² Geschossfläche (z.B. 3 Geschosse à 200 m²). Gut zu wissen: […]

Grundflächenzahl (GRZ)

Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, wie viel Prozent eines Grundstücks maximal überbaut werden darf. Sie ist eine der wichtigsten Festsetzungen im Bebauungsplan und bestimmt maßgeblich das Entwicklungspotenzial eines Grundstücks. Berechnung GRZ = überbaute Fläche ÷ Grundstücksfläche Beispiel: GRZ 0,4 bei 600 m² Grundstück → maximal 240 m² dürfen überbaut werden. Achtung: Mieterhöhungen sind an strenge […]

Kündigungssperrfrist

Die Kündigungssperrfrist schützt Mieter vor einer Eigenbedarfskündigung nach der Umwandlung einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung. Der neue Eigentümer darf frühestens nach Ablauf der Sperrfrist wegen Eigenbedarf kündigen (§ 577a BGB). Dauer Gesetzliches Minimum: 3 Jahre ab Eintragung im Grundbuch Landesrechtliche Verlängerung: Bis zu 10 Jahre in angespannten Wohnungsmärkten Beispiel Berlin: 10 Jahre Kündigungssperrfrist (seit 2013) […]

KfW-Förderung

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für energetische Sanierung, altersgerechten Umbau und den Erwerb energieeffizienter Neubauten. Die Förderung kann die Finanzierungskosten erheblich senken. Wichtige Programme KfW 261/262 (BEG): Förderung energieeffizientes Bauen und Sanieren – bis zu 150.000 € Kredit pro Wohneinheit mit Tilgungszuschuss KfW 124: Wohneigentumsprogramm – bis zu 100.000 € […]

Kataster (Liegenschaftskataster)

Das Liegenschaftskataster ist das amtliche Verzeichnis aller Flurstücke (Grundstücke) und Gebäude in Deutschland. Es dokumentiert die Lage, Geometrie, Nutzung und Größe jedes Flurstücks und bildet zusammen mit dem Grundbuch das Fundament des Immobilienrechts. Bestandteile Liegenschaftskarte (Flurkarte): Grafische Darstellung aller Flurstücke Liegenschaftsbuch: Beschreibende Daten (Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer, Fläche, Nutzung) Vermessungszahlen: Technische Daten aus Vermessungen Wofür wird […]

Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten sind alle zusätzlichen Kosten, die beim Erwerb einer Immobilie neben dem Kaufpreis anfallen. Sie betragen je nach Bundesland und Maklervereinbarung zwischen 9 % und 15 % des Kaufpreises und müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden. Die vier Kostenblöcke Grunderwerbsteuer: 3,5–6,5 % (je nach Bundesland) Notarkosten: Ca. 1,5 % (Beurkundung, Vollzug) Grundbuchkosten: Ca. […]

Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger)

Der Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger oder Multiplikator) gibt an, wie viele Jahreskaltmieten dem Kaufpreis einer Immobilie entsprechen. Er ist das Gegenstück zur Bruttorendite und zeigt, nach wie vielen Jahren sich der Kaufpreis durch Mieteinnahmen amortisiert hat. Formel Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete Richtwerte Unter 15: Sehr günstig (selten in Städten) 15–20: Günstig bis fair (B- und […]

Kaltmiete

Die Kaltmiete (auch Nettokaltmiete) ist die reine Miete für die Nutzung der Wohnfläche – ohne Nebenkosten, Heizung und sonstige Betriebskosten. Sie ist die Basis für die Berechnung von Renditen und die Vergleichbarkeit von Mietobjekten. Kaltmiete vs. Warmmiete Kaltmiete: Reine Raumnutzung + Betriebskostenvorauszahlung: Umlagefähige Nebenkosten + Heizkosten: Heizung und Warmwasser = Warmmiete (Bruttowarmmiete) Gut zu wissen: […]

Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage ist eine Pflicht-Rücklage der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) für künftige Reparaturen, Sanierungen und Instandhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum. Sie wird über das monatliche Hausgeld angespart. Empfohlene Höhe Die Peterssche Formel als Richtwert: Herstellungskosten × 1,5 ÷ 80 Jahre = jährliche Rücklage pro m² Neubau: ca. 7–10 €/m²/Jahr Altbau (20+ Jahre): ca. 10–15 €/m²/Jahr Stark sanierungsbedürftig: 15+ €/m²/Jahr […]