Drittverwendungsfähigkeit

Drittverwendungsfähigkeit – Universelle Nutzbarkeit als Wertfaktor Die Drittverwendungsfähigkeit beschreibt, wie leicht eine Immobilie von einem anderen Nutzer als dem aktuellen verwendet werden kann. Eine Standard-Dreizimmerwohnung hat hohe Drittverwendungsfähigkeit – praktisch jeder kann sie nutzen. Ein Spezialgebäude wie eine Autowaschanlage oder ein Kirchengebäude hat dagegen eine sehr geringe Drittverwendungsfähigkeit, weil die Umnutzung aufwendig oder unmöglich ist. […]

Disagio

Disagio – Abschlag auf den Darlehensbetrag Das Disagio (auch Damnum oder Abgeld) bezeichnet den prozentualen Abschlag zwischen dem Nennwert eines Darlehens und dem tatsächlich ausgezahlten Betrag. Es stellt wirtschaftlich eine Vorauszahlung auf die Zinsen dar. Im Gegenzug sinkt der Nominalzins für die gesamte Laufzeit. Das Gegenteil – eine Auszahlung über dem Nennwert – nennt man […]

Deckungshypothek

Deckungshypothek – Sicherheit hinter dem Pfandbrief Eine Deckungshypothek ist eine Hypothek, die als Sicherheit für die Emission von Pfandbriefen dient. Pfandbriefbanken vergeben Immobiliendarlehen und refinanzieren sich über Pfandbriefe am Kapitalmarkt. Die zugrunde liegenden Immobilienkredite – und damit die Hypotheken – bilden den Deckungsstock, der die Pfandbrief-Inhaber absichert. Warum ist das wichtig? Das Pfandbriefsystem ist eine […]

Dauerwohnrecht

Dauerwohnrecht – Wohnen ohne Eigentümer zu sein Das Dauerwohnrecht nach § 31 WEG berechtigt eine Person, eine bestimmte Wohnung dauerhaft zu nutzen, ohne Eigentümer zu sein. Es wird im Grundbuch eingetragen und übersteht Eigentümerwechsel. Im Gegensatz zum einfachen Wohnrecht kann ein Dauerwohnrecht veräußert und vererbt werden, was es zu einem handelbaren Vermögenswert macht. Warum ist […]

Damnum

Damnum – Vorab-Zinszahlung bei Immobilienkrediten Das Damnum (auch Disagio oder Abgeld) ist die Differenz zwischen dem Nennbetrag eines Darlehens und dem tatsächlich ausgezahlten Betrag. Vereinbart die Bank ein Darlehen über 200.000 Euro mit 5 Prozent Damnum, zahlt sie nur 190.000 Euro aus. Die einbehaltenen 10.000 Euro gelten als vorausgezahlte Zinsen und senken im Gegenzug den […]

Courtage

Courtage – Die Maklervergütung beim Immobiliengeschäft Courtage ist der Fachbegriff für die Provision, die ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung eines Kauf- oder Mietvertrags erhält. Die Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt, hat sich aber regional eingependelt: Beim Kauf liegt sie meist bei 3 bis 7 Prozent des Kaufpreises (je nach Bundesland und Vereinbarung), bei der […]

Cap-Darlehen

Cap-Darlehen – Flexibilität mit Sicherheitsnetz Ein Cap-Darlehen ist ein variabel verzinstes Immobiliendarlehen mit einer vertraglich vereinbarten Zinsobergrenze (Cap). Der Zinssatz passt sich regelmäßig an den Referenzzins (meist EURIBOR) an, kann aber niemals über den festgelegten Höchstsatz steigen. So profitiert der Kreditnehmer von sinkenden Zinsen, ist aber gleichzeitig vor extremen Zinsanstiegen geschützt. Warum ist das wichtig? […]

Bruchteilseigentum

Bruchteilseigentum – Gemeinsames Eigentum nach Bruchteilen Beim Bruchteilseigentum gehört eine Immobilie mehreren Personen, wobei jeder einen ideellen Anteil am gesamten Objekt hält – etwa die Hälfte, ein Drittel oder ein Viertel. Im Gegensatz zum Wohnungseigentum ist beim Bruchteilseigentum keine bestimmte Wohnung einem bestimmten Eigentümer zugeordnet. Jeder Miteigentümer hat Rechte am gesamten Grundstück, eingeschränkt durch den […]

Bewirtschaftungskosten

Bewirtschaftungskosten – Die laufenden Kosten Ihrer Immobilie Bewirtschaftungskosten umfassen sämtliche Ausgaben, die für den Betrieb und die Erhaltung einer Immobilie regelmäßig anfallen. Dazu gehören Betriebskosten (Heizung, Wasser, Müll), Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklagen, Mietausfallwagnis und die nicht umlagefähigen Kosten. Für Investoren sind die Bewirtschaftungskosten entscheidend, weil sie die Differenz zwischen Brutto- und Nettorendite bestimmen. Warum ist das wichtig? […]

Bestellerprinzip

Bestellerprinzip – Wer bestellt, bezahlt den Makler Das Bestellerprinzip legt fest, dass derjenige die Maklerprovision zahlt, der den Makler beauftragt hat. Bei Mietwohnungen gilt diese Regelung seit Juni 2015 bundesweit: Beauftragt der Vermieter den Makler, trägt er die Courtage. Seit Dezember 2020 gilt zudem bei Kaufimmobilien eine Provisionsteilung, wenn der Makler für beide Seiten tätig […]